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Bildung

31.10.2019

Ein Stück Hochschule für Donauwörth

Am künftigen Standort des Technologie-Transfer-Zentrums (TTZ) der Hochschule Augsburg in der Äbtissin-Gunderada-Straße 4 in Donauwörth(von links): die Professoren Dominik Merlin und Björn Häckel, Landrat Stefan Rößle, Landtagsabgeordneter Wolfgang Fackler, Donauwörths Oberbürgermeister Armin Neudert und Peter Kosack von der Stiftung Cassianeum.

Plus Ab 2020 werden in Donauwörth Professoren und Studenten forschen. Mit was sich das Technologie Transfer Zentrum (TTZ) beschäftigen will

Schon ab kommendem Frühjahr wird in Donauwörth geforscht. Dazu wird eine Datenautobahn „verlegt“. Ihr Ziel: die Äbtissin-Gunderada-Straße 4. Dort bekommt das Technologie-Transfer-Zentrum (TTZ), eine Art Außenstelle der Hochschule Augsburg, seinen Platz. Noch ist es eine Baustelle und ein richtiges Schild am Eingang gibt es auch nicht. „Aber wir werden im April oder Mai an den Start gehen“, verkündete Professor Björn Häckel, Geschäftsführer der Einrichtung, bei einem Ortstermin.

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„Wir dürfen stolz sein“, meinte Landtagsabgeordneter Wolfgang Fackler (CSU) und verwies auf die „Hightech Agenda Bayern“, die Ministerpräsident Markus Söder verkündet hatte. Darin bekräftigt er, dass es wichtig sei, auch im ländlichen Raum Technologie-Transfer-Zentren aufzubauen, wie zum Beispiel in Donauwörth. Das Geld stehe zur Verfügung, erklärte Fackler, gesichert bis 2023.

Büroräume statt ins Kloster Heilig Kreuz

Ursprünglich sollte das TTZ als Einrichtung der Hochschule Augsburg in den Räumen des ehemaligen Klosters Heilig Kreuz in Donauwörth untergebracht werden. Doch kurzfristig habe man sich umentschieden, so Vorstand Peter Kosak vom Vermieter, der Stiftung Cassianeum. Die Miet- und Betriebskosten teilen sich der Landkreis und die Stadt Donauwörth.

Ein Stück Hochschule für Donauwörth

Fackler wie auch Landrat Stefan Rößle und Donauwörths Oberbürgermeister Armin Neudert erinnerten daran, wie sehr man sich in zahlreichen Gesprächen auf politischer Ebene um das Projekt bemüht habe. Rößle legte dar, dass der Landkreis wirtschaftlich zwar sehr gut dastehe, aber beim Thema Innovation und Forschung noch Nachholbedarf habe. Attraktive Hochschulstandorte (wie in Nördlingen und bald in Donauwörth), „helfen dabei, junge Menschen in der Region zu halten“. Die Firmen würden schließlich händeringend nach Fachkräften suchen.

Treffpunkt für Tüflter, Denker und Visionäre

Sie seien glücklich, so Fackler und Rößle unisono, dass das TTZ nun in „trockenen Tüchern“ sei. Jetzt dürfe man sich auf das Kooperationsprojekt zwischen der Hochschule Augsburg, regionalen Industriebetrieben, dem Landkreis und der Stadt Donauwörth und auch dem Freistaat als Geldgeber freuen. Für Fackler entsteht ein, wie er es formulierte, „Treffpunkt für Tüftler, Denker und Visionäre“.

Für Neudert ist das TTZ nicht nur ein Gewinn für die Stadt, was den Hochschulstandort als solchen betrifft. Es sei auch erklärtes Ziel der Einrichtung (mit Platz auf rund 300 Quadratmetern) durch die Verbindung von Produktion und digitaler Dienstleistung die Wettbewerbsfähigkeit örtlicher und regionaler Unternehmen zu steigern, auch kleinerer und mittlerer Größe. Bereits jetzt, so Professor Häckel, sei man im Gespräch mit Unternehmen, um zum einen ein Netzwerk aufzubauen, aber auch Aufträge zu generieren. „Natürlich lebt die Einrichtung von Aufträgen aus der Industrie“, machte Landrat Rößle deutlich.

Zehn Absolventen in Donauwörth

Zehn wissenschaftliche Absolventen von der Hochschule sollen zunächst am TTZ in Donauwörth einen Forschungs- und Arbeitsplatz erhalten, „junge Leute aus den Studiengängen“.

Was aber geschieht am TTZ? Während am Technologie Centrum Westbayern (TCW) in Nördlingen die Forschung für Robotik und und Automatisierung konzentriert werden soll, werden in Donauwörth große Datenmengen verarbeitet, also die Software-Forschung im Mittelpunkt stehen.

Unternehmen sammeln zahlreiche Daten. Doch welche Algorithmen sind notwendig, damit die auch tatsächlich einen Nutzen für die Firmen haben? Wie können Prozesse so gesteuert werden, dass eine individuelle Produktion für die Kunden möglich ist? Wie lassen sich Produktionsabläufe optimieren? Auch Entwicklungen vorherzusehen, werde eine Aufgabe sein, verkündeten Björn Häckel und sein Professor-Kollege Dominik Merli, der künftig stellvertretender wissenschaftlicher Leiter des TTZ in Donauwörth sein wird.

Jetzt werden erst einmal die Bauhandwerker in die Räume einziehen, „denn wir benötigen ein schönes Ambiente, um in Ruhe kreativ arbeiten zu können“, meine Björn Häckel.

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