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Wolferstadt-Steinbühl

08.11.2018

Ein Weiler ohne Trinkwasser: Feuerwehr hilft

Mehrere Feuerwehren sorgten dafür, dass eine Schlauchleitung nach Steinbühl verlegt wurde.
Bild: Wolfgang Widemann (Symbolbild)

Nach einem Rohrbruch wird Steinbühl vorübergehend über Notleitung versorgt. Warum dies nötig ist.

Ein Rohrbruch an einer Hauptleitung hat dafür gesorgt, dass der zur Gemeinde Wolferstadt gehörende Weiler Steinbühl vorübergehend nicht mehr ans Trinkwassernetz angeschlossen war. Die Feuerwehr baute eine Notversorgung auf.

Nach Auskunft von Bürgermeister Philipp Schlapak ereignete sich der Rohrbruch am Sonntag vor einer Woche in der Flur nahe Wolferstadt. Zunächst sei noch etwas Wasser geflossen, am Montag sei die Leitung von Wolferstadt nach Steinbühl dann aber „komplett geplatzt“. Die Folge: In dem Weiler, in dem fünf Familien leben, kam kein Wasser mehr an. Für die Bewohner wäre dies wohl noch auszuhalten gewesen, jedoch gibt es in Steinbühl mehrere landwirtschaftliche Betriebe, die Milchvieh und Schweine halten.

Weil die Tiere mit Wasser versorgt werden müssten, habe man handeln müssen, erklärt Schlapak. Es sei beschlossen worden, dass die Feuerwehr eine zwei Kilometer lange Schlauchleitung zwischen den beiden Orten verlegt. Um genügend Schläuche zu haben, wurden die Wehren in Wolferstadt, Hagau, Zwerchstraß und Wemding aktiviert.

Am folgenden Tag sei der Rohrbruch repariert worden und die Steinbühler konnten wieder ans Trinkwassernetz angeschlossen werden.

In diesem Jahr kein Einzelfall

Der Schaden am Leitungssystem sei in diesem Sommer kein Einzelfall, so der Bürgermeister. Der informierte nun den Gemeinderat in Wolferstadt darüber, dass es in den vergangenen Monaten im Gebiet der Kommune ungewöhnlich viele Wasserrohrbrüche gegeben habe: etwa ein halbes Dutzend. Normalerweise würden solche Schäden eher im Winterhalbjahr verzeichnet. Schlapak glaubt die Ursache für die Häufung in der waren Jahreszeit zu kennen: „Das hat wahrscheinlich mit der Trockenheit zu tun.“ Vermutlich habe diese zu „Spannungen“ im Boden geführt. Dadurch seien wohl mehr Leitungen geborsten.

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