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05.07.2010

Ein bisschen Kies und die Deiche höher

Rennertshofen/Marxheim Ein bisschen wird ausgebaggert und die Deiche werden erhöht. Über diese geplanten Baumaßnahmen an der Donau zwischen Marxheim und der Staustufe Bertoldsheim berichteten Vertreter der Eon dem Gemeinderat Rennertshofen. Nur: Den Gemeinderatsmitgliedern gehen die Entlandungen - die Rede war von 20 000 Kubikmetern - nicht weit genug. Die Gemeinde hält weiterhin an ihrer Forderung fest, dass der Stausee bei Bertoldsheim ausgebaggert werden muss.

"Wäre die Eon ihrer Unterhaltspflicht von Anfang an nachgekommen, wäre das Biotop mitten im Stausee gar nicht entstanden", ärgerte sich Gemeinderat Ludwig Bayer. Und Heinrich Müller ging noch weiter: "Im Flussbett baggert ihr aus, weil dort Kies liegt und Kies bringt Kies, sprich Geld. An den Schlamm geht ihr aber nicht ran."

Dabei waren Karl-Heinz Straßer, Leiter Wasserbau der Eon Wasserkraft, und Uta Mentz, die das Projekt managt, gar nicht wegen des Stausees nach Rennertshofen gekommen. Vielmehr wollten die beiden Eon-Mitarbeiter dem Gemeinderat erklären, welche Baumaßnahmen das Energieunternehmen durchführen wird, um Auflagen des Wasserwirtschaftsamtes umzusetzen, das bei der Gemeinderatssitzung durch Walter Hoferer vertreten war.

Das Wasserwirtschaftsamt Ingolstadt hatte Eon 2005 aufgefordert, den Flussschlauch zwischen der Lechmündung bei Marxheim und der Staustufe Bertoldsheim zu entlanden. Allerdings hatte Eon durch Gutachten nachgewiesen, dass die Baggerung den Wasserspiegel nicht nennenswert absenken würde. Um das geforderte Freibord von einem Meter für eine von 1800 auf 2200 Kubikmeter erhöhte Durchflussmenge pro Sekunde bei einem hundertjährlichen Hochwasser zu erreichen, sei auch eine Erhöhung der Deiche zwischen Marxheim und Bertoldsheim notwendig, so Uta Mentz. "Die Deicherhöhungen reichen von wenigen Zentimetern bei Bertoldsheim bis zu einem dreiviertel Meter bei Marxheim."

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Damit die Donau-Auen weiterhin mit Wasser versorgt werden, sind im Süden des Flusses vier Furten geplant. Die wichtigste Nachricht, die Straßer und Mentz im Gepäck hatten, war, "dass sich an den Wasserspiegeln bei Hochwasser nichts verändert - schon gar nicht nachteilig für die Anliegergemeinden." Das will Straßer der Gemeinde auch schriftlich bestätigen.

Höhere Standsicherheit

Neben den Erhöhungsmaßnahmen wird im Süden ein Wendehammer gebaut werden, damit der Deich auch bei Hochwasser effektiv befahren und damit geschützt werden kann. Die Baumaßnahme bringe, so Straßer, keine Verbesserung, aber auch keine Verschlechterung bei einem eventuellen Hochwasser, aber: "Die Erhöhung der Deiche bringt eine Standsicherheit der Dämme, und die ist für alle Donau-Anrainer wichtig."

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