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06.06.2009

Ein kleiner Schatz für den Landkreis

Donauwörth (pm) - Einen kleinen Schatz von grafischen Zeichnungen des bekannten und namhaften Donauwörther Künstlers Lutz Simon darf der Landkreis Donau-Ries nunmehr sein Eigen nennen. "Das, was wir heute als Geschenk für den Landkreis Donau-Ries entgegen nehmen dürfen, ist von unschätzba-rem Wert. Sie hinterlassen damit auch für die kommenden Generationen denkmalpflegerische Kostbarkeiten", sagte Landrat Stefan Rößle bei der Übergabe.

Über 100 Federzeichnungen und Grafiken, die auf eindrucksvolle Weise die Donau-Rieser Architektur darstellen, gingen auf Wunsch des Künstlers (Jahrgang 1929) nunmehr in den Besitz des Landkreises über. Die empfindlichen Originale werden jedoch nicht ausgestellt, sondern auf Bitte von Simon entsprechend dunkel aufbewahrt und unter Verschluss gehalten.

Ein Universalgenie

Zahlreiche Bilder von Lutz Simon sind bereits im Landratsamt Donau-Ries wie auch in vielen Gemeinden des Landkreises zu sehen. Bei deren Betrachtung wird schnell klar, dass der Donauwörther Künstler nicht nur professionelle Techniken anwendet, sondern immer auch mit sehr viel Gefühl an seinen Werken arbeitet. Simon ist ein Universalgenie, nicht nur im Zeichnen, Skizzieren und Malen sondern er beschäftigt sich auch mit Natur- und Geisteswissenschaften, insbesondere mit der Biologie, Musik und Musiktheorie.

Ein kleiner Schatz für den Landkreis

Die erste berufliche Berührung mit der Baudenkmalpflege im Landkreis Donau-Ries hatte der Architekt Lutz Simon in Tödting (ehemals Landkreis Neuburg an der Donau). Auf eigenen Wunsch wurde er an das Landbauamt Donauwörth versetzt, wo man ihm zunächst die Aufgaben des staatlichen Hochbaues für den Landkreis Neuburg a. d. Donau übertrug. In der Zeit von 1965 bis 1978 konnten von ihm in seiner Funktion als Referent und kommissarischer Leiter des Landbauamtes Donauwörth umfangreiche denkmalpflegerische Maßnahmen durchgeführt werden.

1978 zur Kreisverwaltung

Im Jahr 1978 wechselte er von der Bayerischen Staatsbauverwaltung zum Landkreis Donau-Ries. Dort war er für die Beratung von Bauherrn in engem Benehmen mit dem Landesamt für Denkmalpflege München zuständig. Im Rahmen seiner Arbeit befasste sich Simon mit den geschützten Objekten im Ensemblebereich wie Bürger- und Bauernhäuser, Kirchen, Pfarrhöfe und Schulen, Schlossanlagen, aber auch Feldkreuze und Kapellen. Ebenso führte er beratende Stadtsanierungsgespräche zu schützenswerten Stadtquartieren.

Vieles aus seiner Arbeit stellte Simon akribisch genau in Ordnern zusammen und dokumentierte diese anhand von Fotos. In den letzten 15 Jahren sind Skizzen, Zeichnungen und Aquarelle entstanden, die auf seine Berufszeit zurückblicken lassen.

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