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15.07.2010

Ein kleines, aber feines Plus

Donauwörth 2009 stand ein Plus. Im Gegensatz zum deutschlandweiten Trend wurden im Landkreis Donau-Ries im vergangenen Jahr mehr Kinder geboren als im Vorjahr. Wie berichtet schrumpft auch in der Region die Bevölkerung. Die Zahl der Geburten geht seit einigen Jahren stetig zurück. Doch 2009 konnte der Negativtrend gestoppt werden, wie Landrat Stefan Rößle berichtet.

Er freue sich sehr und hoffe, dass es ein Zeichen dafür ist, dass es in den nächsten Jahren weiterhin aufwärtsgeht. Zwar sind es lediglich sechs Kinder mehr, die im vergangenen Jahr das Licht der Welt erblickten, im Gegensatz zu 2008. Doch für Landrat Rößle und den Familienbeauftragten des Landkreises, Günter Katheder-Göllner, ist dieses kleine Plus ein erster Erfolg. "Es wäre schön, wenn unsere Arbeit bereits Früchte trägt und unsere familienfreundlichen Maßnahmen etwas bewirken", sagt Katheder-Göllner. Allerdings wisse er auch, dass man diese eine Zahl nicht überbewerten darf. Erst wenn auch die kommenden Jahre einen Anstieg der Geburten im Landkreis bringen, könne man von einem echten Erfolg sprechen.

Über dem Landesdurchschnitt

"Langfristig ist natürlich unser Ziel, die Bevölkerung im Landkreis stabil zu halten", erklärt Rößle. Doch das ist keine leichte Aufgabe. Jede Frau müsste dafür 2,2 Kinder bekommen. Derzeit sind es im Landkreis Donau-Ries allerdings nur 1,52. Zwar ist das immer noch mehr als der Durchschnitt in Bayern (1,37 je Frau) und Deutschland (1,35), aber um dem Schrumpfen der Bevölkerung entgegenzuwirken, reicht es nicht. "Fast ein Drittel mehr Geburten ist ein hehres Ziel", gesteht Rößle, aber in einigen Gemeinden des Landkreises sei man nahe dran. Spitzenreiter in Sachen Kinderkriegen ist die Gemeinde Wolferstadt. Dort wurden zwischen 2004 und 2008 im Durchschnitt 2,36 Kinder geboren.

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Beeindruckend, wie Rößle findet. Doch auch dort gibt es kein Patentrezept, wie Wolferstadts Bürgermeister Xaver Schnierle sagt: "Ich denke, dass unsere Gemeinde einfach ein gutes Gesamtbild abgibt, in dem alles zusammenpasst und sich die Menschen wohlfühlen." Die Landjugend sei sehr aktiv, die Vereine hätten überragend viele Mitglieder und der Dorfladen sei sehr attraktiv. Schnierle: "Das Geheimnis ist wohl unsere funktionierende Gemeinschaft."

Mit 2,04 Geburten je Frau folgt in der Rangliste die Gemeinde Münster. Die zunehmende Zahl an Kindergartenkinder bestätigt den Zuwachs. Bürgermeister Gerhard Pfitzmair schätzt, dass vor allem die niedrigen Baulandpreise junge Familien in seine Gemeinde locken: "Familien und kleine Kinder sind unsere Zukunft, die Kommunen müssen schauen, dass sie ihnen etwas bieten."

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