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Gesundheit

16.05.2018

Ein künstliches Gelenk vermeiden

Ein künstlicher Gelenkersatz ist laut Dr. Fatih Sahin vom Maximilium der letzte Ausweg. In einem Vortrag morgen zeigt er Alternativen auf.
Bild: pa/obs/obs/BVMed

Ein Experte informiert  in Donauwörth über alternative Behandlungsmethoden. Warum der Einsatz von Medikamenten für ihn dabei allerdings keine dauerhafte Lösung ist.

Schmerzende Gelenke können einen im Alltag gehörig einschränken. Sei es aufgrund von Knieproblemen beim Treppensteigen, oder bei einer schmerzenden Schulter beim Hochheben schwerer Getränkekisten. Oftmals ist der letzte Ausweg ein künstlicher Gelenkersatz. Doch braucht es das wirklich, oder kann mit anderen Behandlungsmöglichkeiten gearbeitet werden? Dr. Fatih Sahin, Orthopäde und Unfallchirurg im Fachärztezentrum Maximilium, geht in seinem Vortrag am  Donnerstag, 17. Mai, genau darauf an und zeigt auf, welche Alternativen es gibt.

Elektro- oder Kältetherapien helfen

„Man muss zunächst je nach Gelenk beleuchten, welche konservativen aber auch operativen Möglichkeiten es gibt“, erklärt Sahin. Beim Knie beispielsweise kann eine arthrosebedingte Fehlstellung des Schienbeinkopfes leicht operativ behandelt werden, um die Belastung wieder gleichmäßig zu verteilen. Auch Elektro- oder Kältetherapien seien hilfreich bei schmerzenden Gelenken. Eine Behandlung mit Medikamenten sei eine Lösung, allerdings keine dauerhafte, betont Sahin. „Gerade bei Patienten mit Herzproblemen muss man da aufpassen. Da kommt eine Operation dann schon eher in Frage“, sagt der Mediziner.

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Eine konservative Behandlung hängt laut Sahin auch vom betroffenen Gelenk ab. „Die Schulter ist recht gut behandelbar, beim Knie kommt es darauf an, in welchem Stadium sich die Arthrose befindet.“ Im dritten Stadium sei eine konservative Behandlung schon kritisch. Deshalb, und das betont Sahin, sei ein frühzeitiges Aufsuchen eines Arztes wichtig. Seine Patienten seien schmerzresistenter, da wäre die Arthrose häufig schon fortgeschritten. „Da bekommen wir teils wirklich brutale Röntgenbilder“, sagt Sahin.

Ersatzgelenke halten mittlerweile länger

Wenn es dann gar keinen anderen Ausweg gibt als einen künstlichen Ersatz, so sind die Bedingungen mittlerweile auch besser. „Ein Ersatz hält mittlerweile im Durchschnitt zwischen 15 und 20 Jahren“, erklärt der Arzt, Hüftgelenke sogar noch länger. Und auch ein Austausch, wenn das „Ersatzteil“ verschlissen ist, ist heutzutage kein großes Problem mehr. „Gerade bei Hüftgelenken arbeiten wir mittlerweile sehr knochensparend. Das heißt, dass der erste Ersatz wenig Platz im Knochen verbraucht, und dementsprechend ein zweites Gelenk ohne Probleme eingesetzt werden kann“, sagt Sahin.

Termin Der Vortrag findet am Donnerstag, 17. Mai, in der Vhs Donauwörth, Spindeltal 5, statt. Beginn ist um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei, eine Voranmeldung ist nicht notwendig.

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