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Serenade

08.07.2019

Ein perfekter Musikabend mit einem „Zuhörer“ am Himmel

Vor der idyllischen Kulisse des Pfarrhauses in Donaumünster nahm die Vereinigte Musikkapelle Tapfheim den Applaus der zahlreichen Zuschauer entgegen.
Bild: Walter Ernst

Die Vereinigte Musikkapelle Tapfheim unterhält die Zuschauer mit einer breit gefächerten Auswahl an Stücken

Ein abendliches Ständchen unter freiem Himmel mit unterhaltendem Charakter – der Vereinigten Musikkapelle Tapfheim unter Leitung von Simon Keller gelang die musikalische Umsetzung des Begriffs anlässlich ihrer Serenade im idyllischen Pfarrgarten in Donaumünster vortrefflich.

„Handclap“ im Arrangement von Paul Murtha war der Start für den Bläsernachwuchs mit ihrer Dirigentin Angela Pflüger. Dass Musik von Eric Clapton auch von Blasorchestern gerne gespielt wird, unterstrich die Jugendkapelle. Welche Freude und Kraft die Musik entfaltet, verdeutlichten die anspruchsvollen Passagen in dem von Ron Sebregts arrangierten „Leningrad“. Die Nervosität beim Wertungsspiel war abgelegt und so wiederholte das Orchester „Music for Happiness“ wie bewertet: „Mit ausgezeichnetem Erfolg.“ Ein Erfolg, der auch auf das harmonische Zusammenspiel von Musik und Besetzung zurückzuführen ist, wie die musikalische Leiterin betonte und mit „Bohemian Rhapsody“ von Queen unter Beweis gestellt wurde. Beim „Bozner Bergsteigermarsch“ von Sepp Tanzer durfte das Publikum mitsingen.

Die Stammkapelle startete melodisch mit Thomas Asangers „Sympatria“. Als „ dirigierender Torero“ animierte Simon Keller mit rotem Tuch seine Kapelle zum feurigen „España Cañí“ aus der Feder von Toshio Mashiam. In schönem Marsch zurück ging es in die heimatlichen Gefilde der „Alpenwelt“ nach Anton Ulbrich, ehe die Musiker mit Polka und Gesang von Verena Pfefferer und Stefan Keller zu Gehör brachten, dass „meine große Liebe die Musik sei“ – ein Geschenk von Thea Keller an die VMT aus dem Komponistenfundus von Ernst Mosch. Das nostalgische Medley von Heinz Briegel führte in die Entstehungszeit der Filmmusik, und der laue Abend, die illuminierte Szene vor dem Pfarrhof, bei kühlenden Getränken und bestens gewählten Musikbeiträgen ließ empfinden, dass es „so schön wie heut“ bleiben könnte.

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Diese Auffassung könnte man auch dem „zufällig“ vorbeikommenden Radtouristen sowie dem gleichzeitig um das Pfarrhaus kreisenden Storch unterstellen. In der witzigen Komposition von Ted Huggens „The Happy Cyclist“ übernahm Ehrenbezirksdirigent Reinhard Reichherzer mit der Klingel an seinem Fahrrad die solistische Begleitung, und der Storch nahm auf dem Kirchendach Platz.

Ganz traditionell fand die Serenade ihren Abschluss. Wohlklingend wünschten die Aktiven „Guten Abend, gute Nacht“ im Polkaklang von Alexander Stütz. Mit dankenden Worten an Pfarrer Karl Hagenauer, Bürgermeister Karl Malz und die zahlreichen Gäste leitete Vorsitzender Stefan Keller zum obligatorischen Konzertende über. Für diesen Abend traf es zu: „Kein schöner Land“, als hier bei der abendlichen Serenade mit einem wohlwollenden Verhalten der Stechmücken.

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