Newsticker

Bayerns Ministerpräsident Söder will Corona-Regeln in Kommunen an Grenzwerte koppeln
  1. Startseite
  2. Lokales (Donauwörth)
  3. Ein schwarzer Tag für die WWK-Damen

09.03.2009

Ein schwarzer Tag für die WWK-Damen

Es sollte ein Schaulaufen in Donauwörth werden, und es wurde auch eines, doch leider von den Gästen: Die Damen der WWK Donau-Ries unterlagen am Sonntagnachmittag in der Stauferhalle im Sportpark Donauwörth vor einer tollen Kulisse von 700 Zuschauern dem Herner TC nach einem 34:46-Pausenrückstand am Ende mit 62:81 deutlich. Und der Sieg der Gäste, die in vielen Belangen besser waren, war verdient.

In der Tabelle hat die Niederlage für die WWK Donau-Ries auf Platz sechs zunächst keine Auswirkung, doch Herne kam als Siebter auf zwei Punkte heran. Und je nach Verlauf der letzten beiden Spieltage am kommenden Freitag und Sonntag kann Herne die WWK-Damen noch auf Platz sieben verdrängen. Ein Abrutschen auf acht ist nach den Ergebnissen des Wochenendes nicht mehr möglich. Und die Option auf Platz fünf ist noch erhalten, denn der Fünfte Oberhausen unterlag erwartungsgemäß deutlich in Saarlouis.

Nur Müller und Wilson stark

Es war nicht der Tag der Damen aus dem Donau-Ries. Kaum eine Spielerin hatte Normalform und einige waren deutlich von der Rolle. Dies gilt vor allem für die WWK-Spielmacherin Tanya Bröring, die einen rabenschwarzen Tag hatte. Doch auch Denny Recht, Anett Sredl und Co. waren zuletzt deutlich effektiver. Wenn man so will, so waren Alex Müller dank ihres Einsatzes und der guten Dreierquote sowie Sarah Wilson als einzige sichere Werferin in Korbnähe und starke Rebounderin noch die Besten.

Ein schwarzer Tag für die WWK-Damen

Es war aber nicht nur die Wurfquote, die den Unterschied zu den Gästen ausmachte. Es waren sowohl die Mängel in der Verteidigung wie die im Mannschaftsspiel. In vielen Partien vorher glänzten die WWK-Damen mit bissiger Verteidigung und tollen Spielzügen im Angriff - diesmal war auf beiden Gebieten Fehlanzeige. Es gelang nie wirklich, die Gäste an die Kette zu legen und die sehenswerten Spielzüge tendierten zu Null.

Nun muss man zur Ehre der Gastgeberinnen konstatieren: Herne war am Sonntag in Topform, deutlich besser als viele Gegner vorher. Herne, das vor dem Spiel theoretisch noch absteigen konnte, war gut auf die Donau-Ries-Damen eingestellt. Die Mannschaft begann von Anfang an mit unglaublicher Dominanz, verteidigte aufmerksam und sehr bissig und ließ die WWK-ler nie richtig ins Spiel kommen. Genauso energisch wie in der Verteidigung agierten sie im Angriff, machten ständig Druck auf den WWK-Korb und trafen sicher aus allen Positionen. Wenn auch die WWK-Damen am Ende mit zehn Dreiern genauso viele hatten wie die Gäste, gefühlt waren die Gäste sicherer. Sicherer waren sie vor allem im Zonenbereich, wo sie 55 Prozent, die WWK-Damen jedoch nur 25 Prozent der Wurfversuche erfolgreich abschlossen. Während die Gäste dank ihrer technischen Überlegenheit unter dem WWK-Korb oft zu leichten Punkten kamen, mussten die WWK-ler sich jede Wurfmöglichkeiten hart erarbeiten. Dementsprechend kamen sie oft in Zeitnot und lieferten Notwürfe.

Es gibt Tage, da geht alles daneben. Ein solcher war am Sonntag für die WWK-Damen. Und es war erfreulich, dass die Fans in der Stauferhalle trotzdem toll mitgingen und auch am Ende mit dem Beifall nicht geizten. Die Gastgeberinnen führten zwar nach dem ersten Angriff mit 2:0, doch dann setzte schon die Überlegenheit der Herner Damen ein. Zberch, die Weißrussin, die unter dem Korb genauso gefährlich wie von außen war, brachte ihre Mannschaft zur ersten Führung, die sich bis zur 3. Minute auf 10:4 erhöhte. Nach der ersten WWK-Auszeit entwickelte sich ein spannendes Spiel mit vielen Einzelaktionen, in dem vor allem Alex Müller mit ihren Würfen die Gastgeberinnen im Spiel hielt. Doch jeden Dreier von Alex Müller konterten Zberch und die überragende Weißrussin Drozd auf der Spielmacherposition mit ihren Kolleginnen. Trotzdem: Am Ende des ersten Viertels waren die Grün-Weißen mit 23:24 noch gut dabei.

Doch nach Wiederanpfiff legte Herne wieder Punkte vor. Janzon und Bröring scheiterten und bis zum ersten Korb der WWK in der 13. Minute führten die Gäste wieder mit 32:23. Ein Dreier von Kröpelin und einer von Müller zum 29:32 zwang dann Herne zu einer Auszeit. Ein Hoffnungsschimmer: die Top-Amerikanerin Holmes hatte schon drei und kurze Zeit später vier Fouls und ging auf die Bank. In der 16. Minute waren dann Wilson und Janzon erfolgreich und schafften den 32:32-Ausgleich, doch der Konter von Herne kam postwendend. Und als die WWK-Damen, allen voran Bröring, es mit der Brechstange versuchten, ging gar nichts. Zur Pause führte Herne 43:34.

Vor dem letzten Viertel mit 13 Punkten im Rückstand

Wesentlich ausgeglichener verlief dann das dritte Viertel, doch die Gäste verteidigten ihren Vorsprung recht souverän. In der 24. Minute führten sie mit 55:45, und insbesondere Drozd brillierte mit ihren Möglichkeiten im Wurf. Bei WWK setzte Schollweck einen schönen Dreier, Müller traf, doch der Abstand wurde immer größer. Mit 48:61 ging es ins letzte Viertel.

Und auch hier waren die Gäste obenauf. Jetzt durfte die WNBA-Kandidatin Holmes bis zur ihrem fünften Foul in der 38. Minute ihre Können aufblitzen lassen. Dreier von Bröring, Schollweck und Wilson verkürzten den Rückstand zwar, doch ab der 35. Minute brach der Widerstand der Gastgeberinnen gänzlich zusammen. Mit 62:81 unterlagen sie dann dem Gegner, der seine Chance ergriff und sich der Abstiegsgefahr entledigte. Dies hatten die Gastgeberinnen ja bereits vor einer Woche getan.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren