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Wemding

28.03.2015

Eine Brücke in die Altstadt?

In diesem Bereich könnte – so der Antrag von Werner Waimann – eine Fußgängerbrücke über den Wemdinger Stadtrat gebaut werden.

Räte diskutieren über Antrag für einen Fußgängerübergang.

Der Stadtkern von Wemding hat seine mittelalterliche Grundstruktur bewahrt. Soll heißen: Der Graben, der den Ort kreisrund umschloss, ist noch immer vorhanden. In die Altstadt führt aus jeder Himmelsrichtung eine Straße. Ansonsten gibt es keine ebenerdigen Verbindungen. Nur ein paar Treppenabgänge und -aufgänge verkürzen zwischen den einstigen Toren die (Fuß-)Wege. Wenn es nach dem Wemdinger Stadtrat Werner Waimann (Grüne) geht, soll bald auch eine Brücke in das historische Zentrum führen. Er hat einen Antrag für den Bau eines Übergangs für Fußgänger im Bereich Baronturm/Kneippanlage gestellt.

Im Finanzausschuss des Stadtrats wurde munter über das mögliche Projekt diskutiert, das bereits seit einigen Jahren in Wemding im Gespräch ist. Waimann erklärte, der geplante Sagenweg sei für ihn der Auslöser für den Antrag gewesen. Mit einer Brücke im Nordwesten der Altstadt ließe sich nicht nur der Verlauf des Themen-Wanderwegs verbessern. Man bekäme eine attraktive Verbindung, mit der sich auch die Strecke zwischen der Wallfahrtskirche Maria Brünnlein und dem Marktplatz interessanter gestalten ließe.

Nach Ansicht von Waimann könnte man das Vorhaben mit Geld aus der Gal’schen Stiftung (welche die Stadt verwaltet) und Zuschüssen aus der Städtebauförderung finanzieren. Der Stadt entstünden keine Kosten. Grob geschätzt würde die Brücke 100000 Euro kosten, nimmt Werner Waimann an.

Dritter Bürgermeister Gottfried Hänsel war durchaus angetan von der Idee. Mit der Brücke wäre die Altstadt für die Bewohner der in diesem Bereich angrenzenden Neubaugebiete leichter erreichbar. Kinder aus der Altstadt könnten gefahrloser zum Schulzentrum gelangen und Touristen hätten einen schönen Zugang zum historischen Zentrum.

Auch Anton Eireiner (CSU) fand den Brückenvorschlag „sehr gut und sinnvoll“, hatte aber Bedenken, dass die Mittel der Stiftung angezapft werden sollen.

Weniger begeistern ließ sich Zweiter Bürgermeister Johann Roßkopf. Er stufte andere Projekte als vordringlicher ein, zum Beispiel den Bau eines Kinderhorts und das neue Gehwegkonzept (Barrierefreiheit). Außerdem gebe es bereits seit einiger Zeit Überlegungen, nahe des Folterturms im Südosten der Altstadt einen Fußgänger-Übergang zu schaffen.

„Wir müssen uns die allgemeine finanzielle Lage anschauen“, mahnte Roßkopf. Schließlich liege Wemding derzeit auf der Schuldenrangliste der 44 Kommunen im Donau-Ries-Kreis auf Platz 39.

Dieter Langer (PWG) äußerte sich ähnlich und fügte an: „Ich möchte erst einmal die Touristen- und Schülermassen sehen.“ Diana Waimann (Frauenliste) meinte, ein barrierefreier Übergang wäre wünschenswert. Sie brachte aber auch eine Treppenlösung beim Baronturm ins Gespräch.

Die Räte einigten sich darauf, dass das städtische Bauamt nun erst einmal eine konkretere Planung erstellt, mit der auch die Kosten für eine Brücke und eine Treppenverbindung ermittelt werden könnten. Gleichzeitig könne man prüfen, ob es einen staatlichen Zuschuss gäbe und wie der Denkmalschutz dazu stehe, so Bürgermeister Dr. Martin Drexler: „Wenn wir die Fakten haben, können wir entscheiden.“

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