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Donauwörth

27.10.2017

Eine Liebesheirat von Information und Bildung

Bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags (von links). Evelyn Leippert-Kutzner, Staatssekretär Bernd Sibler, Oberbürgermeister Armin Neudert, Paul Soldner und Gudrun Reißer.
Bild: Bissinger

Die Volkshochschule und Stadtbibliothek Donauwörth besiegeln ihre Zusammenarbeit. Was jetzt schriftlich fixiert ist, klappt in der Praxis schon lange vorbildlich.

Schon lange sind Volkshochschule und Stadtbibliothek Donauwörth einander inhaltlich und mit diversen Aktionen verbunden. Bildung, Lesen und Lernen sind ihr großer gemeinsamer Nenner, auf den sich Vhs-Geschäftsführerin Gudrun Reißer und Bücherei-Leiterin Evelyn Leippert-Kutzner seit Jahren immer wieder gerne verständigen. Die Interessen der einen Einrichtung finden sich nicht selten im Angebot der anderen wieder – und umgekehrt. So ist es nur folgerichtig, die in der Praxis längst erprobte Zusammenarbeit nun auch schriftlich festzuhalten.

Am Donnerstag unterzeichneten Oberbürgermeister Armin Neudert und Vhs-Vorsitzender Paul Soldner den Kooperationsvertrag, der zunächst bis 31. Dezember 2019 gültig ist. Die Vereinbarung regelt künftige Aktivitäten und Standards mit dem Ziel, sich gegenseitig zu unterstützen und Synergien zu nutzen. „Wir freuen uns, unsere Zusammenarbeit jetzt noch professioneller und intensiver organisieren zu können“, erklärten Gudrun Reißer und Evelyn Leippert-Kutzner. „Es funktioniert von jeher komplett reibungslos zwischen uns und wir sehen auch einen Imagegewinn für beide Einrichtungen.“

Tag nicht zufällig gewählt

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Nicht zufällig wurde der Donnerstag für die Vertragsunterzeichnung gewählt. Denn just an diesem Tag fanden sich knapp 100 Bibliothekare aus ganz Bayern in Donauwörth ein, um beim Mitgliederforum miteinander zu diskutieren, Vorträge zu hören und sich auszutauschen. Staatssekretär Bernd Sibler, Vorsitzender des Bayerischen Bibliotheksverbands (BBV), moderierte die Podiumsdiskussion „Lernen – Wissen –Bildung“. Darin ging es vor allem um die Frage, wie Bibliotheken das Lernen in einer digital geprägten Zeit unterstützen können. Jugendlich und Kinder stehen laut Sibler dabei genauso im Blickpunkt wie Erwachsene.

In Donauwörth gibt es bereits mehrere zeitgemäße Antworten auf diese Frage nach Digitalisierung. So ist die Stadtbibliothek beispielsweise im Verband Onleihe Schwaben (www.onleihe-schwaben.de) organisiert, der Medienausleihe rund um die Uhr anbietet. E-Books stehen dort genauso zur Verfügung wie Hörbücher. Videos und digitale Zeitungen und Zeitschriften – und das unabhängig von Öffnungszeiten oder Standorten. Für diese virtuelle Bibliothek, in der die Angebote aus 22 Städten zusammengeschlossen sind (Rain und Nördlingen aus dem Donau-Ries-Kreis sind ebenfalls mit dabei) brauchen Benutzer lediglich eine Jahreskarte der Stadtbibliothek, die 20 Euro für Erwachsene kostet, 5 Euro für Kinder.

Damit haben sie dann Zugriff auf alle nur denkbaren Genres. Im Kurs bei der Volkshochschule können Interessenten lernen, wie man dieses Angebot nutzt. So weit ein praktisches Beispiel zum Thema Kooperation.

Ein anderes Beispiel ist etwa eine Führung durch die Bücherei für Vhs-Sprachkurs-Teilnehmer, um Schwellenangst abzubauen. „Das ist zudem ein Beitrag zur Integration“, sagt Evelyn Leippert-Kutzner. „Und wir sind offen für viele weitere Ideen, wie wir unsere gemeinsamen Angebote ergänzen können.“

Angebot auch für Schüler und Studenten

Gudrun Reißer ergänzt: „Es geht uns auch darum, unseren Kommunalpolitikern aufzuzeigen, was wir hier eigentlich für Möglichkeiten haben. Bildung macht nicht an den Stadtgrenzen Halt. Unsere Arbeit strahlt in den ganzen Landkreis aus.“

Dafür steht etwa auch die Fernleihe wissenschaftlicher Primär- und Sekundärliteratur für Schüler, Studenten, Doktoranden und andere wissenschaftlich Arbeitenden. Dieses Angebot ermöglicht ganz bequem, die gewünschten Daten auf einen Stick herunterzuladen. Neben der Hauptstelle im Stadtkommandantenhaus ist dies auch möglich in der Schulbibliothek am Donauwörther Gymnasium, die eine Zweigstelle der Stadtbücherei ist.

Während also die Bibliothek durch ihr Angebot den Zugang der Bürger zu einem breiten Informationsangebot schafft, bietet die Vhs umfangreiche Möglichkeiten zur Weiterbildung. Das gemeinsame Lernen in Gruppen steht dabei im Vordergrund.

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