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Startschuss

09.03.2018

„Eine Säule der Gesellschaft“

Diese 30 Personen haben bei einer Feierstunde im Landratsamt die Ehrenamtskarte im Donau-Ries-Kreis bekommen. Insgesamt liegen aus der Region bereits über 600 Anträge vor.
Bild: Daniel Weigl

Landkreis Donau-Ries übergibt die ersten 30 Ehrenamtskarten. Was ein Staatssekretär zu der Aktion sagt.

Donauwörth Normalerweise machen im Sitzungssaal des Landratsamts in Donauwörth die Kreisräte Politik. Am Mittwochabend waren dort Männer und Frauen in bunten Trainingsanzügen, dunklen Uniformen und hell aufleuchteten Jacken. Auf Einladung des Landkreises kamen 30 ehrenamtlich engagierte Bürger, unter anderem von den Johannitern, vom Roten Kreuz, der Feuerwehr sowie aus Sport- und Schützenvereinen, um die Einführung der Ehrenamtskarte zu feiern.

„Wir haben uns viele Gedanken gemacht, wie wir das Ehrenamt ordentlich würdigen“, erklärte Landrat Stefan Rößle. Er erklärte, dass es im Kreistag Bedenken gegeben habe, die Karte einzuführen: „Wir wussten nicht, ob es im Streit endet, wer die Karte bekommt und wer nicht. Außerdem waren wir uns nicht sicher, ob es genügend Akzeptanzstellen im Landkreis gibt.“

Bedenken über die Einführung der Ehrenamtskarte haben sich nicht bestätigt

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Doch die Bedenken haben sich im Nachhinein nicht bestätigt, schließlich gibt es die Ehrenamtskarte bereits in 88 der 96 bayerischen Landkreise und kreisfreien Städte. Auch die nordschwäbischen Firmen unterstützen die Aktion zahlreich. An 150 Akzeptanzstellen im Landkreis können Besitzer der Ehrenamtskarte Vergünstigungen erhalten. Die Karte gibt es in Blau und Gold und kann unter Einhaltung bestimmter Voraussetzungen (siehe Infokasten) im Landratsamt beantragt werden.

Die ersten 30 Antragsteller erhielten aus den Händen der amtierenden Miss Donau-Ries, Tina Gärtner, und von Johannes Hintersberger, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration, ihre Karten. „Sie stehen hier stellvertretend für über 60 000 Menschen im Landkreis Donau-Ries, die in Vereinen engagiert sind und bilden eine wichtige Säule für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft“, so Hintersberger.

Einer der 30 Geehrten ist Stefan Schwarz, der seit 2015 als Jugendtrainer beim FC Mertingen engagiert ist. Der sagte: „Ich finde es toll, dass die Karte für die Ehrenamtlichen in unserem Landkreis eingeführt wurde. Der ganze Verein und das Trainerteam leisten das ganze Jahr tolle Arbeit, so dass Kinder und Jugendliche ihren Sport ausüben können.“

Rolf Bergdolt aus Mönchsdeggingen erhielt eine Goldene Karte. Er ist seit 1985 Vorsitzender des DLRG-Ortsverbands. Zurzeit haben er und seine Kollegen mit dem geplanten einwöchigen Betrieb des Almarin-Bades (wir berichteten) viel Arbeit. Für ihn Ehrensache: „Es macht einfach Spaß, sich für die Leute im Verein, im Verband und für die Jugend einzusetzen.“

Der Abend war für den Landkreis auch der Startschuss für viele weitere Projekte. So sollen Fortbildungen für Ehrenamtliche angeboten werden und auch ein Ehrenamtsnachweis ist geplant. Dafür hat der Landkreis seit 1. Januar eine eigene Stelle geschaffen. Bei der Ehrenamtsbeauftragten Karin Brechenmacher, selbst unter anderem beim Roten Kreuz ehrenamtlich engagiert, laufen alle Fäden zusammen. Sie freut sich, dass bei ihr bereits über 600 Anträge für die Ehrenamtskarte eingegangen sind: „Es ist mir eine Herzensangelegenheit, dass das Ehrenamt mit der Karte gewürdigt wird und es dürfen gerne noch mehr werden.“

Informationen zur Ehrenamtskarte gibt es im Internet unter www.donauries.bayern/ehrenamt oder bei Karin Brechenmacher unter Telefon 0906/74143 oder per E-Mail an karin.brechenmacher@lra-donau-ries.de

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