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Benefizkonzert

13.11.2019

Eine fulminante Mischung

Das Blechbläserquintett Brass-à-noble mit (von links) Michael Stocker (Posaune), Lukas Stolz (Horn), Christian Braun (Tuba und Moderation), Christian Daschner (Trompete) und Andreas Gudera (Trompete) gestaltete zusammen mit Sopranistin Monika Spies und Organist Micha Haupt (rechts) ein außergewöhnliches Benefizkonzert zugunsten der Rainer Sozialstation.
Foto: Manfred Arloth

Das Ensemble Brass-à-noble verbindet einmal mehr Klassik und Pop, Bläserklänge mit Orgel und Gesang. Und spielt sich damit nicht nur in die Herzen der Zuhörer, sondern unterstützt auch die Sozialstation

Mit einer fulminanten musikalischen Begrüßung begann das eineinhalbstündige Benefizkonzert der Blechbläserformation Brass-à-noble in der katholischen Stadtpfarrkirche Rain: Das Blechbläserquintett zusammen mit Ausnahmemusiker Micha Haupt an der Orgel begeisterte! Weil auch die folgenden Stücke absolut hervorragend dargeboten wurden – mit Orgel solistisch oder als Ergänzung sowie dem lupenreinen Gesang einer Sopranistin –, kann man das Spätsonntagnachmittags-Ereignis nicht anders als außergewöhnlich bezeichnen.

„Dieses Postludium, das Sie gerade gehört haben, komponiert von Hans Zellner von Harmonic Brass, einer international bekannten Bläsergruppe, wurde am 31. März dieses Jahr zum zehnten Jahrestag der Glockenweihe der evangelischen Kirche in Wolnzach uraufgeführt“, berichtete Christian Braun, der Wissenswertes über die Stücke erzählte. Johann Sebastian Bach habe den Choral „Gott, du frommer Gott“ geschaffen, neun Strophen einer Orgel-Solo-Partita mit musikalischem Hochgenuss – man hörte die Strophen 1, 2, 5, 7 und 8. Ein Höhepunkt war die vorletzte Variation, für die der Organist Micha Haupt ein besonders langsames Tempo und eine solistische Verzierung der Oberstimme auf einem eigenen Solomanual gewählt hatte.

„In der Oper ,Rinaldo‘ von Georg Friedrich Händel in italienischer Sprache geht es um Liebeskummer“, sagte Christian Braun. Und schon glänzte Sopranistin Monika Spies. Eine konzertante Uraufführung erlebte die Komposition „Es ist das Heil uns kommen her“ von Micha Haupt, der sein Werk so beschreibt: „Den Tutti-Klängen einer Orgel kann ein mindestens ebenso voller wie reichhaltiger, vortrefflicher Bläserklang gegenübergestellt werden.“

Dann wagten die Interpreten erneut den Weg zu einer Oper, genauer gesagt zu „Das Phantom der Oper“. 1986 sei sie in London erstaufgeführt worden, 1990 in Hamburg und 2019 in Wolnzach, berichtete Christian Braun augenzwinkernd. Gerne spielten und sangen Quintett und Sopranistin den bekannten Ohrwurm „The Lion Sleeps Tonight“. Es folgte „Carrickfergus“, romantisch, lyrisch. Und schließlich „Ich glaube“ von Udo Jürgens mit Orgel, Quintett und Gesang, wo es heißt „Ich glaube, dass der Acker, den wir pflügen, nur eine kleine Weile uns gehört“. Die Musiker freuten sich sichtlich über den frenetischen Beifall. Hier die erklatschten Zugaben: das Hochzeitslied „You Raise Me Up“ („Du ermutigst mich“) und „Der bayerische Abendsegen“.

Peter Groß und Beiratsvorsitzende Rita Huber bedankten sich im Namen der Rainer Sozialstation für das „außergewöhnlich gute Konzert“ bei den Interpreten und bei den Konzertbesuchern „für die Spenden, die mit dazu beitragen, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterhin so freundlich, motiviert und professionell ihren Dienst tun können“. Seit Jahren schon unterstützt Brass-à-noble die Sozialstation auf diese Weise.

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