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Gebietsverkehrswacht

24.11.2015

Einem Freund das Leben gerettet

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Beim Festabend der Gebietsverkehrswacht wurden durch Vorsitzenden Gerret Clark (rechts) und seinen Stellvertreter Günter Schön (links) auch langjährige Schulweghelfer ausgezeichnet.

Menschen geehrt, die sich im Straßenverkehr vorbildlich verhalten haben

Den Zuhörern im Riedlinger Schützenheim stockt der Atem, doch Sebastian Koppold erzählt ganz ruhig. Mit dieser Ruhe hat er damals wohl auch seinem Freund das Leben gerettet, nachdem sich dieser mit seinem Auto zwischen Staudheim und Rain mehrmals überschlagen hatte (DZ berichtete). Koppold war im Auto dahinter, eilte sofort zum Fahrzeug, das auf dem Dach lag. Erste Flammen loderten. Die Türen ließen sich nicht öffnen. Der Burgheimer stieg über die Heckklappe ins brennende Auto, schlug ein Fenster ein, löste den Gurt des Freundes und zog ihn, wieder draußen, durch das Fenster ins Freie. Sekunden später brannte das Auto lichterloh.

Für diese Tat wurde er nun von der Gebietsverkehrswacht Donauwörth bei deren Festabend als „Retter der Straße“ geehrt, ebenso wie Gertraud Schwarz (Donauwörth), Mathias Block (Dillingen-Steinheim), Lena Link (Tapfheim) und Thomas Reindel (Neuburg).

Wohltuend begrüßte der Schülerchor der Gebrüder-Röls-Schule unter Leitung von Andrea Meggle die Gäste. „Gerade im Straßenverkehr kommt es immer wieder zu Situationen, in denen beherztes und schnelles Eingreifen wichtig ist“, sagte Vorsitzender Garret Glark. Die Bedeutung der Organisation hoben für den Landkreis Vize-Landrat Hermann Rupprecht und für die Stadt Donauwörth Bürgermeisterin Stefanie Musaeus hervor.

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Engelbert Seider, Leiter der Polizeiinspektion in Rain, sein Kollege Josef Baur von der Verkehrspolizei in Donauwörth sowie Thomas Scheurer, Dienststellenleiter der Polizei in der Großen Kreisstadt (zugleich vor einigen Jahren Initiator dieser Auszeichnung) ehrten die „Retter der Straße“, während Hermann Rupprecht Kraftfahrer auszeichnete, die sich in 50 Jahren oder wie Alois Rohrer in 60 Jahren, hinter dem Steuer bewährt haben.

Ein weiterer Schwerpunkt der Gebietsverkehrswacht sind die Schulwegdienste, betreut von Vize-Vorsitzendem und Geschäftsführer Günter Schön. Seit 1971 widmet sich die Vereinigung diesem Bereich – und sie ist stolz darauf, wie Clark betonte. Es verdiene hohe Anerkennung, dass viele Erwachsene diese ehrenamtliche Tätigkeit bereits seit über zehn Jahren ausübten, selbst dann noch, wenn die eigenen Kinder längst nicht mehr eine Schule besuchten. 700 Schulweghelfer gibt es bei der Gebietsverkehrswacht Donauwörth – so viele wie sonst nirgendwo in Schwaben.

Mit dem Autofahren im Alter beschäftigte sich in einem Vortrag Diplom-Psychologe Vetter. Er berichtete davon, „dass es im Unterschied zu anderen europäischen Ländern in Deutschland keinen Senioren-Check gibt“. Anhand von Zahlen belegte er allerdings: Senioren sind im Straßenverkehr mit zunehmendem Alter gehandicapt. Deshalb appellierte Vetter dazu, ein „realistisches Selbstbild aufzubauen“ und die Fahrkompetenz durch Hilfsmittel wie Brillen oder Hilfen im Fahrzeug rechtzeitig zu verbessern.

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