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23.09.2009

Empörung: Evangelischer Pfarrer nicht eingeladen

Die evangelische Gemeinde in Monheim ist erzürnt. Zur Einweihung des Feuerwehrhauses am vergangenen Wochenende war ihr Pfarrer, Martin Pöschel, nicht eingeladen worden. Mit einem großen Festakt und einem "Tag der offenen Türe" wurde die Fertigstellung des 2,4 Millionen Euro teuren Projekts gefeiert - jedoch ohne evangelische Beteiligung.

"Ein Affront", mokieren sich die evangelischen Bürger und auch Pöschel selbst fühlt sich ausgegrenzt: "Es geht einfach nicht, dass in einer Stadt, in der über zehn Prozent Evangelen leben, wir zu so einer großen Veranstaltung nicht eingeladen werden."

Keine Erklärung

Bisher habe, in seinen Augen, ein recht gutes Miteinander geherrscht, darum könne er sich diese Nichtbeachtung nicht erklären: "Ich habe täglich auf die Einladung gewartet, gekommen ist aber nichts."

Empörung: Evangelischer Pfarrer nicht eingeladen

Für die Einladung der Ehrengäste zuständig war die Stadt, doch die hat es schlichtweg verschwitzt, auch den evangelischen Pfarrer einzuladen. Die Messe und die Segnung des Gebäudes hatte der katholische Dekan Michael Maul vorgenommen.

Schlichtweg vergessen

"Das nehme ich auf meine Kappe", sagte Monheims Bürgermeister Anton Ferber auf DZ-Nachfrage. "Den evangelischen Pfarrer auf die Gästeliste zu setzen, wurde schlichtweg vergessen." Ferber betont nachdrücklich, dass das keine böse Absicht war, sondern "ganz einfach gedankenlos". Auch ihm sei an einer guten Zusammenarbeit gelegen und er hoffe sehr, dass dieses Missgeschick das ordentliche Verhältnis nicht zerstöre.

Den Gläubigen geht es aber weniger um die vergessene Einladung, als vielmehr darum, bei der Gestaltung des Gottesdienstes nicht beachtet worden zu sein. Gerlinde Thomas, Mitglied des Kirchenvorstandes, schreibt in einem Brief an die Stadt Monheim: "Schade, dass wieder eine Gelegenheit zur Ökumene verpasst wurde." Um dieses Malheur aus der Welt zu räumen, wollte Ferber gestern Nachmittag extra noch persönlich bei Pfarrer Pöschel in Rehlingen vorbei schauen: "Ich möchte das aus der Welt schaffen."

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