Newsticker
Bundesverfassungsgericht: Corona-Demo in Stuttgart bleibt verboten
  1. Startseite
  2. Lokales (Donauwörth)
  3. Ende der Radius-Regel in Donau-Ries: Kein Grund zur Entwarnung

Kommentar

22.01.2021

Ende der Radius-Regel in Donau-Ries: Kein Grund zur Entwarnung

«Gemeinsam gegen Corona»: Ein Schild weist darauf hin, dass der Abstand eingehalten werden muss.
Foto: Frank Molter/dpa

Plus Doch auch, wenn jetzt Touren in die Berge wieder erlaubt sind. Es ist noch zu früh für Entwarnung oder nachlässig zu sein. Zu viele Menschen müssen noch intensivmedizinisch versorgt werden oder sterben.

Keine zwei Wochen ist es her, da war der Landkreis Donau-Ries Thema in Funk und Presse: Pünktlich zum Beginn des harten Lockdown hatten wir die 200er-Inzidenz von Corona-Neuinfektionen überschritten. Schwabenweit als erster Kreis griff bei uns die Radius-Regel, die Bürger in der Freizeit an die 15-Kilometer-Angel legte.

Heute fällt diese Regel, die aber auch lediglich Symbolkraft hatte. Ein bisschen erinnerte es einen an die Stimme einer Mutter, die jetzt noch eindringlicher ermahnt: Bleibt einfach Zuhause.

Denn diese Regel, sie war bisher nicht zu kontrollieren und hat auch nicht das bewirkt, was sie im Zweifelsfall tun soll: Die Zahl der Infektionen zu senken. Denn der Grund für die vielen Coronainfizierten der vergangenen zwei Wochen war nicht, dass sich beim Spaziergang auf beliebten Anhöhen oder bei der Bergbahn um die Ecke (gibt es hier nicht) zu viele Menschen treffen und anstecken, sondern die Ausbrüche in den Seniorenheimen. Die Pflicht zur FFP2-Maske wird hier viel besser wirken.

Doch auch, wenn jetzt Touren in die Berge wieder erlaubt sind. Es ist noch zu früh für Entwarnung oder nachlässig zu sein. Zu viele Menschen müssen noch intensivmedizinisch versorgt werden oder sterben.

Lesen Sie dazu:

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren