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Fasching

29.01.2018

Endlich wieder Leben in der Reichsstraße

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11 Bilder
Manchmal furchterregend: die Maschkerle aus dem Allgäu.

Bis zum tragischen Vorfall nach dem Donauwörther Umzug war es ein ausgelassener Gaudiwurm. Die Feuerwehr beklagt den verlassenen Eindruck, den Donauwörths Mitte oft macht. Tausende Zaungäste und Aktive

Man kennt sich! Und deshalb wurde der Faschingsumzug durch Donauwörth gestern zu einem großen Familientreffen. Die Initiative Fasching Donauwörth (IFD) hatte zu der närrischen Parade in die Große Kreisstadt eingeladen. Die Gesellschaften aus Nordschwaben waren fast unter sich. Vielleicht herrschte gerade deshalb eine so prächtige Stimmung. Die Zuschauer am Straßenrand standen dicht gedrängt. Sie fühlten sich prächtig unterhalten.

„Die Reichsstraße ist verlassen, der Stadtrat sieht’s gelassen“, reimte die Freiwillige Feuerwehr. Gestern allerdings war die Prachtstraße gut gefüllt. Die Mitglieder der Wehr hatten auf ihrer Gaudikutsche Grabmäler stilisiert, die das Geschäftssterben im Herzen Donauwörths symbolisieren sollten. Ein Priester segnete den Niedergang. Eine andere Donauwörther Gruppe, der Wasserhaustreff Nordheim, beschäftigte sich mit der langen Zeit, die Deutschland ohne Regierung ist, und nannte dies einen „Bundeszirkus“.

Prinzenpaare, Faschingsgarden, Gugga-Musiker und Gaudikutschen beherrschten das Bild. Das Publikum klatschte und schunkelte angesichts des bunten Spektakels, hatten die Genderkinger, Bäumenheimer, Rainer, Oberndorfer, Nordendorfer, Mertinger, Huisheimer und Höchstädter doch mitgebracht, was sie aufbieten können. Manche Reihen waren auch dezimiert, hatte man doch die Nächte zuvor überall kräftig die „fünfte Jahreszeit“ gefeiert.

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Das Willkommen boten der Präsident der IFD, Ulrich Reitschuster, und Hofmarschall Josef Bullinger vom Komiteewagen beim Tanzhaus. Dort stimmten in den Schlachtruf „Do nauf, do naa“ auch Ehrenpräsident Anton Scheller und eine ganze Reihe von Stadträten und anderen Kommunalpolitikern mit ein. Die Komiteemitglieder schauten zum Rathaus „naa“ und Landratsamt „nauf“. Sie staunten von ihrer erhöhten Position aber nicht schlecht, als sie mehrmals einen Schatten spürten. Die Narren hatten Wagen ins Herz der Großen Kreisstadt gebracht, die vieles überragten und fast Häuserhöhe erreichten. Ein Truck folgte auf den anderen. Junge Menschen hüpften, tranken und verbreiteten gute Laune.

Hexen trieben mit den Zuschauern ihr Unwesen, aber auch andere alemannische Figuren. Es mögen vielleicht 5000 Menschen gewesen sein, die sich am Straßenrand warmtanzten und fleißig applaudierten. Nach 90 Minuten war der Zug an ihnen in der Pfleg- und Reichsstraße vorbeigezogen. Man hätte gerne noch etwas länger zugeschaut – so jedenfalls ließen sich die Kommentare der Zuschauer zusammenfassen.

Als sich die Parade dann auflöste, war noch längst nicht alles vorbei: Im Tanzhaus-Saal trafen sich Narren und Närrinnen, um ausgelassen weiterzufeiern.

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