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12.03.2010

Entspannter Blick nach vorne

Donauwörth Die Sparkasse geht nach den Worten ihres Vorstandsvorsitzenden Johann Natzer optimistisch ins Jahr 2010: "Wir erwarten für das neue Geschäftsjahr wieder recht ordentliche Ergebnisse." Gleichwohl sei trotz vielfältiger Kraftakte die größte Finanz- und Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit beileibe noch nicht überwunden. "Rückschläge, wie am Beispiel Griechenland zu beobachten, mahnen weiterhin zu Vorsicht oder vor verfrühter Entwarnung." Das abgelaufene Jahr könne man für die Bank als "gut" bezeichnen, auch wenn die Bilanzsumme auf 799 Millionen Euro (- 17 Mio.) gesunken sei. Dies sei aber in erster Linie auf das Abschmelzen von Einlagen institutioneller Anleger zurückzuführen.

Zwei entscheidende Faktoren

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Vertrauen in die Finanzwirtschaft und in die Politik sei im vergangenen Jahr nicht immer ganz leicht gefallen, bekannte Direktor Natzer. Letztlich hätten sich aber viele Dingen besser entwickelt als von vielen erwartet wurde. In seiner Rückschau betonte er daher, dass aus seiner Sicht für die Erholung der Konjunktur ab dem zweiten Quartal 09 zwei Faktoren maßgeblich gewesen seien: das "Stabilitätswunder" Arbeitsmarkt und die hilfreichen Konjunkturpakete. Außerdem hätten die Notenbanken schnell reagiert und die Leitzinsen auf historische Tiefstände gesenkt.

Diese Zinspolitik hatte zur Folge, dass die kurzfristigen Geldanlagen stark nach unten geschleust wurden mit geringeren Auswirkungen in den mittleren und längeren Laufzeitbereich. Für die Sparkasse Donauwörth führte dies zu einem gestiegenen Zinsüberschuss um drei auf 19,7 Millionen Euro.

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Gekennzeichnet sei die Ertragslage der Bank zudem davon, dass die Bewertungsmaßnahmen im Kreditgeschäft, bei Wertpapieren und für die Beteiligungen an der BayernLB sich mit insgesamt 550 000 Euro "in einem erfreulich bescheidenen Rahmen" hielten.

Leicht rückläufig aufgrund des niedrigen Bauspargeschäftes sei der Provisionsüberschuss (= 4,7 Mio.) gewesen. Die Personal- und Sachaufwendungen seien gegenüber dem Vorjahr lediglich um 100 000 Euro auf insgesamt 15,1 Millionen gestiegen. All dies bedeute dann, so fasste Natzer zusammen, "dass wir einen Jahresüberschuss von 2,1 Millionen Euro (2008: 0,7 Mio.) ausweisen, der voll ins Eigenkapital geht".

Erfreulich für Staat und Kommunen sei, dass die Sparkasse damit 3,3 Millionen Euro an Steuern (2008: 1,2 Mio.) zahlte. "Rund 1,4 Millionen flossen davon als Gewerbesteuern an Städte/Gemeinden in unserem Geschäftsgebiet."

Es gab natürlich ebenso wiederum eine "Bilanz der guten Taten". Diese reichten vom JeKi-Projekt über Jugend-Leistungspreis bis zu verschiedenen Sponsoring-Maßnahmen. Insgesamt summierte sich dies auf 211 000 Euro. Natzer: "Ertrag ist bei uns nicht alles, wir lassen gerne auch andere daran teilhaben."

Und was darf man für heuer erwarten? Natzer: "Wir blicken etwas entspannter in die Zukunft, als dies vor einem Jahr noch der Fall war." Man werde auch in Zukunft ein verlässlicher Partner sein, versprach er, und "nur Geschäfte tätigen, von denen wir was verstehen, mit Menschen, die wir kennen, und vorwiegend in der Region, in der wir zu Hause sind". (sol)

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