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Kirchliches Leben

14.11.2019

Er hat „das Kirchle g’richt“

Die Leonhardskapelle in der Bahnhofstraße in Wemding.
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Die Leonhardskapelle in der Bahnhofstraße in Wemding.

Leonhard Bayerle renoviert die Fassade der Leonhardskapelle in Wemding

Wer in diesen Wochen durch die Bahnhofstraße in Wemding fährt, dem fällt das Kirchlein des heiligen Leonhard auf. Pünktlich zum Patrozinium war die Außenrenovierung des Kirchleins abgeschlossen. Die Pfarrei ist den Verantwortlichen zufolge Leonhard Bayerle zu großem Dank verpflichtet. In vielen ehrenamtlich geleisteten Stunden hat er dieses Werk vollbracht.

Bayerle erzählte, wie er 1965 von Fünfstetten nach Wemding zog. Von seinem Chef hatte er damals den Auftrag bekommen, die Kirche außen neu zu verputzen. Seitdem sind viele Jahre vergangen und immer wenn er an dem Kirchlein seines Namenspatrons vorbeifuhr, sagte er zu seiner Frau: „Das Kirchle g’hört g’richt.“ Der Zustand des Gebäudes ließ ihm keine Ruhe. Dankbar dafür, dass es ihm in diesem Jahr gesundheitlich gut ging, machte er sich an die Arbeit.

Die Leonhardskirche wird 1455 erstmals urkundlich erwähnt. Die Kirche gehört zur Spitalstiftung, ein Grund, warum die Schwestern des Spitals die Kirche jahrelang liebevoll betreuten. Inzwischen hat das die Pfarrgemeinde übernommen. Die älteren unter den Wemdingern erinnern sich noch daran, dass neben dieser Kirche das sogenannte Siechenhaus stand. Im Siechenhaus, außerhalb der Stadtmauer, waren die Aussätzigen untergebracht.

Herzlichen Dank an den Helfer

Leonhard wird als Patron der Landwirte und Fuhrleute verehrt, meist ist er mit einer zerbrochenen Kette in der Hand dargestellt, was sagen soll, dass er auch als Helfer für die Gefangenen angerufen wird.

Nun feierte Pfarradministrator Rainer Herteis in der Kirche des Heiligen einen Gottesdienst, der mit einer alten Litanei zum heiligen Leonhard eingeleitet wurde. Am Ende des Gottesdienstes überreichte Diakon Werner Appl im Auftrag von Stadtpfarrer Wolfgang Gebert an Bayerle ein Geschenk und sagte ihm ein herzliches „Vergelt’s Gott“ im Namen der Pfarrgemeinde. Zugleich gratulierte Appl dem Helfer am Fest seines Namenspatrons zu seinem Namenstag. (pm)

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