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Rain

16.01.2020

Er hat die Entwicklung bei Dehner maßgeblich geprägt

Dehner-Prokurist Wolfgang Graeser, hier neben seiner Frau Marlene, geht in den Ruhestand. Im Hintergrund ist Seniorchef Albert Weber zu sehen.

Prokurist Wolfgang Graeser geht in den Ruhestand. Wie er den Bereich Grün der Firma zum Marktführer entwickelt und welche seltene Auszeichnung er erhalten hat.

Er war ein „markantes Gesicht“ von Dehner, der Manager in vielen Bereichen und ein Urgestein mit großem Netzwerk. Jetzt sagt Prokurist Wolfgang Graeser Servus. Nach beinahe einem halben Jahrhundert endet damit eine Ära, wie es auch Georg Weber für die Inhaber-Familie formulierte. 280 Lieferanten, Mitarbeiter und Freude waren gekommen, um den Bereichsleiter Grün in den Ruhestand zu verabschieden.

Der Rahmen hätte nicht schöner sein können: Tausende von Blumen verschönerten die Feierstätte, weil die Verabschiedung während der „Grün Börse“ stattfand. Sie findet im zweijährigen Rhythmus statt und wird den Vertretern von 132 Gartencentern aus Deutschland und Österreich besucht.

Ein Stück Firmengeschichte

Eigentlich war es ein „Feuerwerk der Erinnerungen“. Und es war auch ein Stück Dehner-Geschichte. Denn Graeser, 66, hat miterlebt, wie sich das Unternehmen in all den Jahren entwickelt hat. Er selbst habe dazu wesentlich beigetragen, wie Albert Weber in seiner Laudatio betonte.

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Dass Graeser nicht nur mit dem jetzigen Firmenchef Georg Weber, sondern auch und vor allem mit dessen Vater Albert sowie Großvater Georg zusammengearbeitet hat, versinnbildlicht die lange Wegstrecke vom Großhandelskaufmann-Auszubildenden zum Manager. Die Sortimente habe Graeser ausgebaut, weltweit die richtigen Geschäftspartner ausgewählt und Dehner zum Marktführer „Grün“ gemacht.

„Vater der Gärtnersiedlung“

Nicht nur bei Dehner, sondern in der gesamten Branche würden die Leistungen anerkannt. „Und er ist der Vater der Gärtnersiedlung in Rain“, erklärte Weber. Sie basiere auf Graesers Idee und habe in Europa Vorbildcharakter. „Sie dürfen stolz sein“, rief Weber dem Ruheständler zu, vergaß dabei nicht, dessen Engagement bei der Landesgartenschau vor zehn Jahren zu würdigen. Der von Graeser initiierte und organisierte Blumenkorso habe damals 60 000 Menschen mobilisiert – „ein Ereignis für die Geschichtsbücher Rains“.

„Grün bei Dehner, das ist unser Herzstück“, erklärte Georg Weber. Dazu habe Wolfgang Graeser die meisten Impulse gegeben. Das Unternehmen sei gut aufgestellt, habe ein erfolgreiches Geschäftsjahr mit Zuwächsen hinter sich und wolle nun im neuen Jahr ein neues Warenwirtschaftssystem einführen und ein neues Hartwarenlager bauen.

„Oscar“ der Branche

Die führende Fachzeitschrift Taspo verlieh Graeser eine Ehrenauszeichnung. Es ist sozusagen der „Oscar“ der Branche, entsprechend würdevoll von Christian Rueß überreicht. In den vergangenen 15 Jahren haben diese Auszeichnung in Deutschland zuvor erst zwei Preisträger erhalten.

Den Pioniergeist Graesers hob für die Lieferanten ein langjähriger Weggefährte hervor. Hans Hartmann erinnerte in launigen Worten an die erste Begegnung, als Graeser mit einer Aktentasche in seinem Betrieb auftauchte und 1200 Alpenveilchen orderte. Das sei der Beginn einer langjährigen Beziehung gewesen.

Vielfältiger Dank

Wolfgang Graeser zeigte sich gerührt. Er dankte der Geschäftsführung und der Inhaber-Familie, den Lieferanten wie seinen Mitarbeitern. „Die Zeit ist wie im Rausch vergangen“, meinte er und betonte, dass er ein gut bestelltes „Haus“ übergebe. Es stimme ihn zuversichtlich, dass seine Aufgaben mit Norbert Gruner-Weingärtner ein Kollege übernehme, mit dem er seit vielen Jahren zusammen gearbeitet habe.

Die interne Neubesetzung sei ein Signal der Kontinuität, das Dehner setze. Schließlich freute er sich über sein Abschiedsgeschenk: eine kultige Musikbox aus Amerika.

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