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Kommunalwahl 

13.11.2019

Er will ins Fünfstettener Rathaus

Josef Bickelbacher will 2020 die Amtsgeschäfte in Fünfstetten übernehmen. Der Jurist war fast zwölf Jahre bei den Parteifreien, nun tritt er für die CSU an.

Plus Josef Bickelbacher möchte in Fünfstetten Bürgermeister werden. Warum er nicht mehr für die Freie Wählergruppe, sondern für die CSU und Freunde antritt

In der Gemeinde Fünfstetten erklärt nun ein erster Interessent öffentlich seine Absicht, die Nachfolge von Bürgermeister Werner Siebert antreten zu wollen. Es ist Josef Bickelbacher. Der gehört seit elfeinhalb Jahren für die Freie Wählergruppe dem Gemeinderat an und ist seit 2014 Zweiter Bürgermeister.

In einer Stellungnahme kündigt der 59-Jährige an, sich um das Amt des Bürgermeisters bewerben zu wollen. Die Überraschung: Bickelbacher tritt nicht für die Freie Wählergruppe, sondern für die Liste „CSU und Freunde“ an. Der Familienvater, der beruflich als Rechtsanwalt tätig ist, begründet dies so: Bereits im Januar hätten die Verantwortlichen der CSU bei ihm angefragt, ob er als Kandidat für den Posten des ehrenamtlichen Bürgermeisters der 1300-Einwohner-Gemeinde bereit stünde. Bickelbacher fand nach eigenem Bekunden Gefallen an diesem Gedanken, wollte aber als überparteilicher Kandidat antreten. Er wäre – falls dies sowohl die CSU und Freunde als auch die Freie Wählergruppe akzeptiert hätten – auch nicht auf eine der beiden Listen für den Gemeinderat gegangen.

Er will als Parteifreier für die CSU antreten

Jedoch habe ihm die Führung der Freien Wählergruppe inzwischen mitgeteilt, dass sie ihn als überparteilichen Bewerber nicht unterstütze. Deshalb trete er nun halt als Parteifreier für die CSU und Freunde an und wolle sich bei diesen auch auf die Gemeinderatsliste setzen lassen. Die Nominierung soll am 8. Dezember erfolgen.

Bickelbacher führt in der Erklärung an, ihm liege besonders am Herzen, „den Gemeinderat wieder zu einer Einheit zu formen, um mit vereinten Kräften die Gemeinde voranzubringen“. Bekanntlich hatte Noch-Amtsinhaber Werner Siebert (CSU) seinen Verzicht auf eine erneute Kandidatur als Bürgermeister unter anderem damit begründet, dass das Gremium nicht als Einheit auftrete.

Bickelbacher will sich dafür stark machen, dass innerörtliche Baulücken geschlossen und neue Baugebiet erschlossen werden. Damit solle neuer Wohnraum insbesondere für die Gemeindebürger geschaffen werden. Eine verbesserte Raumsituation im Kindergarten und den Erhalt der Schule sowie der Gebäude- und Straßenunterhalt seien weitere Schwerpunkte.

Amtsinhaber Siebert bewertet den Kandidaten positiv

Zufrieden mit der Bereitschaft von Bickelbacher zeigt sich in der Stellungnahme Amtsinhaber Siebert: „Aus meiner Sicht ist Josef Bickelbacher aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit im Umgang mit Bürgern und Behörden bestens vertraut und besitzt das nötige Durchsetzungsvermögen, um die Gemeinde Fünfstetten bestmöglich zu vertreten.“

Zitiert wird auch der CSU-Ortsverbandvorsitzende Michael Hofer. Der sei sich sicher, „dass mit Josef Bickelbacher ein erfahrener und kompetenter Bürgermeisterkandidat gefunden wurde, der sich zusammen mit der CSU dafür einsetzt, die Gemeinde in jeglichen Belangen voranzutreiben und für die Anforderungen der Zukunft zu rüsten“.

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