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Historie

15.11.2013

Erinnerung an das Mertinger „Zügle“

Schautafeln am „Zügle-Weg“ erinnern jetzt in Mertingen an die Bahnverbindung nach Wertingen. Die erste Tafel wurde am Schmuttergrün von Bauhof-Mitarbeitern im Beisein von Bürgermeister Albert Lohner (links) und Archivar Dr. Franz Xaver Ries (Zweiter von links) aufgestellt.
Bild: Helmut Bissinger

Entlang der ehemaligen Trasse sind jetzt Schautafeln aufgestellt worden

Mertingen Dort wo früher das „Zügle“ verkehrte, gibt es seit Jahren in Mertingen einen beliebten Wander- und Radweg. Die Erinnerung an die Bahnstrecke soll wach bleiben: Deshalb wurden nun am „Zügle-Weg“ Schautafeln aufgestellt. Der Gemeinderat hatte eine Idee von Bürgermeister Albert Lohner einstimmig befürwortet. Gemeindearchivar Dr. Franz Xaver Ries hat die Tafeln nun konzipiert, ihre Inhalte erarbeitet.

Die Zuglinie war am 7. Juni 1905 offiziell in Betrieb gegangen, am 29. Dezember 1997 befuhr die 17 Kilometer lange Strecke zwischen Mertingen und Wertingen letztmals ein Güterzug. Die Gleiskörper wurden 2004 von einem Bautrupp der Deutschen Bahn AG entfernt.

Im Heimatbuch der Gemeinde Mertingen ist beschrieben, wie die „Rutsch“, so nannte der Volksmund den Dampfzug, „über eine mit Fahnen und Tannengrün geschmückte Strecke fuhr“. Mit Hochrufen und Böllerschüssen hatten seinerzeit die Menschen an allen Stationen den einfahrenden Zug begrüßt.

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Vergeblich hatte 1905 der liberale Verein für Donauwörth mit einer Bittschrift versucht, Donauwörth anstatt Mertingen als Ausgangs- und Endbahnhof der neuen Bahnlinie zu erwählen. Die seinerzeitige Bahnverbindung ist von den Landwirten des Zusamtals gewünscht worden, aber ebenso durch die Buttenwiesener Kaufleute. Sogar die Handels- und Gewerbekammer Augsburg hatte sich 1895 für den Bau ausgesprochen, „um mit der gut situierten Gegend um Wertingen in engeren wirtschaftlichen Kontakt zu kommen.“

Zeitweise haben bis zu 60 Bedienstete für einen reibungslosen Ablauf des Personen- und Güterverkehrs gesorgt. (bih)

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