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Konzert

23.09.2019

Erlebnis für alle Sinne in Blossenau

Das Luisa Hänsel Quintett: eine kreative, spielfreudige Formation um Frontfrau Luisa Hänsel.
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Das Luisa Hänsel Quintett: eine kreative, spielfreudige Formation um Frontfrau Luisa Hänsel.

Das Luisa Hänsel-Quintett, der Maler Eduard Zenzinger und die Fotografin Anita Keiner gestalten einen besonderen Abend im B+ Zentrum Blossenau mit unterschiedlichen Genres

Während das Luisa-Hänsel Quintett sich für den Jazzabend einspielt, kommen die ersten Gäste zur Ausstellungseröffnung ins Blossenauer B+ Zentrum. Verführerischer Duft von frisch gebackenen Rahmfleck und süßen Waffeln zieht durch die Räume. Doch erst einmal gibt es zur Begrüßung einen Aperitif. Anita Keiner und Eduard Zenzinger heißen ihre Gäste persönlich willkommen. Kurz am Sekt genippt und schon fällt der Blick auf die Gemälde und Fotografien. Auf einem Rundgang, der auch zu den jungen Musikern im Saal führt, lassen die Gäste Kunst und Musik auf sich wirken.

Das Usseltal ist Inspirationsquelle für den Gansheimer Eduard Zenzinger. Der Künstler verwendet Sand aus der Ussel, den Mauerner Höhlen und Jurakalk aus den Steinbrüchen. Er ergänzt sie mit Marmor- und Gesteinsmehl, Eisen, Holzteilen, Lehm und Erdpigmenten. Daraus entstehen Kunstwerke mit „Tiefenwirkung“. Die Strukturen wirken, als würden sie regelrecht von der Leinwand fallen, sie fordern auf, genauer hinzusehen und entdeckt zu werden.

Mit der Kompaktkamera Alltagsdinge einfangen

„Die andere Sicht der Dinge“ zeigt Anita Keiner in ihren Makrofotografien. „Es ist ein spannender Prozess, zu entdecken, was ein Gegenstand alles offenbaren kann“, erzählt die Hobbyfotografin, die mit einer kleinen Kompaktkamera „Alltagsdingen ihre Geheimnisse entlockt und das Abstrakte sichtbar“ macht. Einige Fotos durfte sie sogar auf der Photokina ausstellen. Es bedarf übrigens viel Charme, der Fotografin zu entlocken, welcher Gegenstand sich hinter den beeindruckenden Aufnahmen versteckt.

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Irgendwann lockt der Duft in den B+ Treff zu einer kleinen Genuss-Pause vor dem Jazzkonzert. Große Spielfreude, Kreativität und musikalisches Feingefühl machen das Luisa-Hänsel-Quintett zu etwas Besonderem. David Soyza am Vibrafon, Hannes Stegmeier an der Gitarre, Bassist Felix Renner und Schlagzeuger Florian Rausch bieten mal solistisch, mal begleitend ein facettenreiches Klangbild und nicht alltägliche Variationen. So entlockt David Soyza seinem Vibrafon mit dem Bassgeigenbogen sphärische Klänge. Die jungen Musiker geben Luisa Hänsel ein perfektes Klangbett. Die Intensität, mit der sie Stimmungen und Gefühle intoniert, verzaubert. Immer wieder sucht sie den Dialog mit ihren Musikern, Stimme und Instrument gehen aufeinander ein, „sprechen“ miteinander, mal sanft, aber auch mal energisch fordernd. „Wir vereinen Ideen, Erfahrungen und Klangwelten, um ein einzigartiges, echtes Stück Musik zu kreieren“, beschreibt Luisa Hänsel ihre Intention. Die Oberndorferin wuchs in einer musikalischen Familie auf und fand über Musical und klassischem Musikstudium zum Jazz.

Die Musiker haben das Publikum schnell auf ihrer Seite. Einige sind zum ersten Mal in einem Jazzkonzert und – so ist zu vernehmen – es wird nicht ihr letztes gewesen sein.

Info Weitere Termine im B+ Zentrum: Kaffeehauskonzert am Samstag, 12. Oktober (15 Uhr), Karl-Valentin-Abend mit Sepp und Kerstin Egerer am Samstag, 19. Oktober (19.59 Uhr), Briganori- Chor am Samstag 26. Oktober (19.30 Uhr). Info unter : www.blossenau.de.

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