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Stadtrat

22.11.2011

„Es ist bedauerlich“

CSU-Fraktion rätselt über Gründe des Austritts von Rucker

Rain Die langjährige CSU-Stadträtin Magdalena Rucker hat mit ihrem Austritt aus der Fraktion der Christsozialen offenbar ihre politischen Weggefährten überrascht. „Was letztendlich dafür ausschlaggebend war, weiß ich nicht“, sagt CSU-Fraktionsvorsitzender Alfred Hackenberg auf Anfrage unserer Zeitung. Er habe auch nur eine Kopie der kurzen schriftlichen Stellungnahme erhalten, in der Magdalena Rucker erklärte, sie sehe keine Basis mehr für eine Zusammenarbeit (wir berichteten).

„Dass es immer wieder mal unterschiedliche Ansichten gibt, ist normal“, stellt Hackenberg fest. Was seine Parteigefährtin nun derart geärgert hat, dass sie fortan als Fraktionslose dem Stadtrat angehören will, könne er sich nicht erklären. „Es ist bedauerlich“, so Hackenberg über den Entschluss, „Magdalena Rucker hat sehr gute Arbeit geleistet“. Durch Ruckers Austritt zählt die CSU-Fraktion jetzt nur noch sechs Stadträte. Vor einem Jahr ging bereits Dr. Robert Fischer eigene Wege.

Im Ortsverband kein Konflikt

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In der Tatsache, dass Magdalena Rucker weiter CSU-Mitglied bleibt – sie ist sogar Ortsvorsitzende der Frauenunion –, sieht Hackenberg kein Konfliktpotenzial: „Es läuft alles ganz normal weiter.“ Rucker sei nach wie vor ein vielfältig aktives Mitglied und habe auch keine Probleme mit Wolfgang Neuber, dem Vorsitzenden des Ortsverbands Rain.

Dass die CSU nur noch über sechs Sitze im Rat verfügt, wirkt sich nach Auskunft von Bürgermeister Gerhard Martin zwar grundsätzlich auf die Besetzung der größeren Ausschüsse aus, ein personeller Wechsel sei aber eher unwahrscheinlich. Die beiden parteilosen Stadträte hätten einen Anspruch auf eine angemessene Beteiligung an den Ausschusssitzen. Rucker und Fischer seien bisher im Bau- und/oder Festausschuss vertreten. Es sei denkbar, dass sie diese Sitze einfach behalten, aber nicht mehr als CSU-Vertreter.

Derzeit wartet Martin hier auf die Vorschläge der Fraktionen. (wwi)

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