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03.02.2020

Europa-Union: „Freundschaften zu Briten pflegen“

Die Briten steigen aus der Europäischen Union aus. Dies beschäftigt auch den Kreisverband der Europa-Union. 
Bild: Andy_Rain, dpa

Wie der Kreisverband der Organisation auf den Brexit reagiert. Noch sind viele Fragen offen.

Der Brexit ist nach langem Hin und Her vollzogen. Dies bedauert der Kreisverband der Europa-Union, denn: „Unser Ziel ist ein föderaler europäischer Bundesstaat, der alle Europäer in Frieden und Freiheit vereint.“

Der Brexit sei und bleibe ein historischer Rückschritt, heißt es in einer Pressemitteilung. Er sei begünstigt worden „durch Unwissen und Unwahrheiten, europaskeptischen und fremdenfeindlichen Populismus, der auch unser Land bedroht“.

Der Kreisverband der Europa-Union setze sich für ein freiheitliches, demokratisches, vielfältiges Europa ein: „Wir werden die Verbindung zu den Menschen im Vereinigten Königreich von Großbritannien und Nordirland halten und wo immer möglich ausbauen.“

Europa-Union: „Freundschaften zu Briten pflegen“

Europa ist auch auf der Basis von Städtepartnerschaften gewachsen

Europa sei auch und gerade auf der Basis von Städtepartnerschaften, des grenzübergreifenden Miteinanders von bürgerschaftlichen Vereinen, Sportbegegnungen und Jugendaustausch gewachsen: „Daran wollen wir festhalten und bestehende Freundschaften zu Briten pflegen und neue anstreben.“

Das Brexit-Referendum von 2016 und der nun erfolgte Austritt Großbritanniens geben laut Europa-Union „keine endgültigen Antworten auf die Frage nach Großbritanniens künftigem Platz in Europa“. Als europäisch engagierte Bürger erwartet die Organisation von der Politik auf allen Ebenen zweierlei. Erstens müsse nun alles darangesetzt werden, eine gute Lösung für die künftigen Beziehungen zwischen der EU und Großbritannien zu finden.

Die Lebensentwürfe von Millionen von Menschen hängen von den Verhandlungen ab

„Wir dürfen nicht vergessen, dass in der EU wie im Vereinigten Königreich die Lebensentwürfe von Millionen Bürgern vom Ausgang der nun anstehenden Verhandlungen abhängen“, mahnt der Kreisverband der Europa-Union. Für diese schwierigen Verhandlungen müsse allerdings auch klar sein, dass die EU keine Zugeständnisse machen dürfe, die sie selbst infrage stellen würden.

Zweitens erwarte die Europa-Union zeitnah konkrete, mutige Schritte hin zu einem neuen Konvent, der die EU auf der Grundlage ihrer Werte und Ziele zukunftsfest macht: „Die Konferenz über die Zukunft Europas kann nur der erste Schritt dazu sein und die angekündigte Bürgerbeteiligung darf kein Feigenblatt sein.“ (pm)

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