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Wald

03.01.2018

Extreme Witterung lässt Borkenkäfer gedeihen

Betriebsleiter Helmut Weixler (links) beglückwünscht Josef Mayer zum 40. Dienstjubiläum.
Bild: Wüstholz

Staatsforsten-Betrieb Kaisheim zieht Bilanz und ehrt Mitarbeiter. Der Leiter bittet zudem um „erhöhte Wachsamkeit“ im Frühjahr

Bei der Personalversammlung des Forstbetriebs Kaisheim der Bayerischen Staatsforsten ehrten Leiter Helmut Weixler und Personalratsvorsitzender Leonhard Kleinle einen Mitarbeiter für seine langjährige Tätigkeit im Staatswald. Josef Mayer aus Wellheim ist seit 40 Jahren als Forstwirt im Staatswald tätig. Er kann auf unzählige Pflanz- und Pflegearbeiten zurückblicken, die zum Ziel hatten, für stabile Mischwälder in der Region zu sorgen. Nach 39-jähriger Tätigkeit als Forstwirt beendete Josef Hummel aus Hafenreut im Juni seine aktive Arbeitsphase. Helmut Weixler verabschiedete ihn mit besten Wünschen in die Rente.

Den Personalratsvorsitzenden Kleinle freute insbesondere, dass alle Ausbildungsplätze wieder besetzt und drei Auszubildende neu eingestellt wurden. Das Jahr 2017 war geprägt von Witterungsextremen. Diesmal war es aber kein Sturm, der am Forstbetrieb Kaisheim für hohe Mengen Schadholz sorgte. Vielmehr waren der trockene Winter und das niederschlagsarme erste Halbjahr ausschlaggebend für hohe Käferholzmengen. Viele Fichten mussten deshalb gefällt werden.

Der Forstbetrieb Kaisheim bewirtschaftet die Staatswaldflächen zwischen Schrobenhausen und Dillingen im Süden und Treuchtlingen im Norden. Helmut Weixler dankte allen Mitarbeitern für die hohe Einsatzbereitschaft. Gleichzeitig bat er um erhöhte Wachsamkeit für das Frühjahr 2018, damit der Borkenkäfer frühzeitig entdeckt und unschädlich gemacht werden kann. Aus Sicht der Jagd verlaufe das Jahr 2017 plangemäß. Es seien bislang rund 270 Wildschweine erlegt worden. Dies wertete Weiler als Erfolg. In einigen Bereichen sei es auch gelungen, zusammen mit Jagdnachbarn revierübergreifende Drückjagden zu organisieren. Die hätten den Jagderfolg insgesamt noch deutlich gesteigert.

Im Frühjahr 2018 stehen nach Weixler hohe Investitionen in Kulturen und Pflegemaßnahmen an, um den Forst in klimatolerante Mischwälder umzubauen. (dz)

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