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Landkreis

31.01.2020

Faschingsumzüge: Die Sicherheit steht im Vordergrund

In Mertingen geht an diesem Sonntag der Auftakt der Faschingsumzüge in der Region über die Bühne. 
Bild: Bissinger

Plus Am Sonntag steigt in Mertingen der erste Umzug in der Region. Auch in Genderkingen gibt es heuer wieder den Gaudiwurm – das freut auch Landrat Stefan Rößle.

Die Faschingsumzüge gehören zu den Höhepunkten in der fünften Jahreszeit – das ist im Landkreis Donau–Ries nicht anders. Regelmäßig tummeln sich dann auch hierzulande tausende Menschen am Straßenrand – es wird gefeiert, gesungen, getanzt, geklatscht und gelacht.

Jung und Alt bestaunen gemeinsam die kreativen Fußgruppen und die geschmückten Wägen. An diesem Wochenende steht der erste Umzug in der Region an. Am Sonntag, 2. Februar, pünktlich um 14.14 Uhr, fällt der Startschuss in Mertingen.

Leiter ist zuversichtlich

Wo viele Menschen aufeinander treffen und obendrein noch (viel) Alkohol im Spiel ist, steht freilich die Sicherheit an oberster Stelle. „Das Konzept, das wir über Jahre hart erarbeitet haben, geht auf“, zeigt sich Umzugsleiter der Faschingsfreunde Mertingen, Dieter Brummer, vor der Großveranstaltung zuversichtlich. Sieben Guggamusiken sind mit dabei, ein Fanfarenzug und der heimische Musikverein sorgen ebenfalls für die musikalische Umrahmung für elf Faschingsgesellschaften, 17 Zunftgruppen, zahlreiche Teilnehmer, die zu Fuß mitlaufen, und 15 Motivwagen.

Faschingsumzüge: Die Sicherheit steht im Vordergrund

Brummer rechnet zudem mit rund einigen Tausend Zuschauern. Die sogenannten „Saufwägen“ habe man schon länger verbannt, so Brummer. Es gelte das Credo: „Nicht laut und viel, sondern noch überschaubar und lustig“.

100 freiwillige Helfer

Um den einen Umzug in Mertingen auf die Beine zu stellen, arbeiten rund 100 freiwillige Helfer schon seit Juni an der Vorbereitung. Dass man nicht genügend Teilnehmer bekomme, diese Sorge hat man bei den Faschingsfreunden an der Schmutter nicht. Bereits im April kämen stets die ersten Anmeldungen für das nächste Jahr. Weil das bunte Treiben aber im Rahmen bleiben soll, hätte Brummer auch einigen Interessenten absagen müssen.

Er gib außerdem zu bedenken, dass der Mertinger Gaudiwurm ja kein professioneller Umzug sei wie etwa im Rheinland. Da gebe es allein beim finanziellen Budget einen himmelweiten Unterschied. Trotzdem zeigt sich Brummer generell stolz auf das, was die Narren in der Region Jahr für Jahr auf die Beine stellen: „Die Umzüge in der Umgebung sind bemerkenswert und aller Ehren wert. Wir sind schon an der Grenze zu Profis.“

Zelt für die Party danach

Nach Beendigung des Umzugs am Sonntag muss für die Narren aber noch nicht Schluss sein: Am Mertinger Festplatz ist ein Zelt für rund 800 Personen aufgestellt, in dem weitergefeiert werden kann (hier die Bilder von 2019:

Faschingsumzüge: Die Sicherheit steht im Vordergrund
61 Bilder
Umzugsparty in Mertingen
Bild: Fabian Kapfer

). Um die Sicherheit auch dort gewährleisten zu können, habe der Faschingsverein einen eigenen Sicherheitsdienst vor Ort. Auf die Frage, warum sein Team und er den ganzen Aufwand auf sich nehmen, gibt es für Brummer nur eine Antwort: „Wir haben Spaß am Fasching und wollen diesen allen interessierten Menschen nahebringen.“

Dass die Sicherheitsvorkehrungen der Faschingsumzüge im Donau-Ries-Kreis funktionieren, betont auch Gabriele Hoidn, Pressesprecherin am Landratsamt Donauwörth. Dank der Konzepte der Veranstalter sei es im vergangenen Jahr zu keinen nennenswerten Vorfällen gekommen. Zudem habe sich Landrat Stefan Rößle im vorigen Jahr mit den Vorständen der Faschingsvereine getroffen, um diese bei den Sicherheitskonzepten für ihre Umzüge zu unterstützen.

Hilfestellung vom Landratsamt

So wurde laut Hoidn vereinbart, dass zur Erstellung der Konzepte und zur Vorbereitung von Sicherheitsvorkehrungen eine externe Fima vom Landratsamt als Hilfestellung beauftragt wird. Rößle freute sich über die breite Resonanz seitens der Faschingsvereine: Da er selbst als Vereinsvorstand ehrenamtlich tätig sei, kenne er die Problem, mit denen Ehrenamtliche zu kämpfen haben.

Daher schätze Rößle deren Engagement um so mehr, heißt es aus der Kreisbehörde. Erfreulich finde Rößle in diesem Zusammenhang auch, dass der Faschingsverein in Genderkingen in diesem Jahr wieder einen Umzug durchführt.

Andere Umzugsstrecke

Der dortige Gaudiwurm fand nämlich im vorigen Jahr nicht statt (lesen sie hierzu auch: Fasching: Kein Umzug mehr in Genderkingen). Damals sei es nicht möglich gewesen, die Sicherheit gänzlich zu gewähren. Das sei heuer wieder anders. Der Präsident der Faschingsfreunde, Udo Heininger, sagt zur Wiederauflage: „Dieses Jahr hatten wir vor allem auch mehr Zeit bei der Organisation. Außerdem war es uns wichtig, beim Jubiläum – die Genderkinger Faschingsfreunde gibt es seit 22 Jahren – wieder einen Umzug durchzuführen.“

In Genderkingen gibt es dieses Mal aber eine große Änderung: Die Umzugsstrecke läuft anders herum. „Es gab immer Schwierigkeiten beim Auflösen am Zoll, wie zum Beispiel lange Stauzeiten bei der Abfahrt der Wägen. Durch das Ändern der Strecke sollte das nun viel besser klappen.“ Es soll zudem auch außerhalb der Party beim Zoll, die nur für gäste über 18 Jahren zugänglich ist, mehr Toilettenmöglichkeiten geben.

Dass der Gaudiwurm heuer wieder stattfindet, darüber habe er enorm viele positive Rückmeldungen erhalten, berichtet Heininger: „Es freuen sich wirklich alle.“ Nach dem Umzug, der am Samstag, 22. Februar, um 14.30 Uhr steigt , soll es zudem anlässlich des Jubiläums noch eine Feuer- und Lasershow geben. Hierfür stehe das Sicherheitskonzept auch schon.

Lesen Sie hierzu auch:

Gaudiwurm in Mertingen lockt die Massen

Tradition statt Saufwägen beim Faschingsumzug in Mertingen

Faschingsumzüge: Greifen die Sicherheitskonzepte?

Fasching: Wie steht es um die Umzüge im Landkreis?

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