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Lehrgang

23.11.2017

Feuerwehr wird auch psychisch geschult

Die technische Hilfeleistung war ein Teil der Modularen Truppausbildung, die in Kaisheim stattfand.
Bild: Roland Schmid

Vierwöchige Schulung bereitet junge Aktive in Gemeinde Kaisheim auf Ernstfall vor

Fünf Frauen und acht Männer der Feuerwehren der Marktgemeinde Kaisheim haben erfolgreich die Zwischenprüfung zur Modularen Truppausbildung (MTA) abgelegt. Während der rund vierwöchigen Schulung haben die Ausbilder den hauptsächlich jugendlichen Teilnehmern die grundlegenden und umfangreichen Tätigkeiten für den Lösch- und Hilfeleistungseinsatz in Theorie und Praxis vermittelt.

Die Ausbildung beinhaltet notwendiges Wissen für die spätere Tätigkeit als Truppführer und ermöglicht die Teilnahme an Einsätzen. Die Modulare Truppausbildung (ehemals Truppmann-/Truppführer-Ausbildung) ist ein neu entwickeltes Lehrgangsmodell in Bayern mit dem Ziel, die Ausbildung praxisnaher und einsatzbezogener zu gestalten. Zu den theoretischen Schulungsinhalten gehören Themen wie „Rechtsgrundlagen und Organisation“ bis hin zu „Gefährliche Stoffe und Güter“. Zum Praxisteil zählen Löschwasseraufbau, Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung.

Gegenüber der bisherigen Ausbildung ist der Feuerwehr zufolge das Niveau in einigen Teilen deutlich gestiegen beziehungsweise es wurden neue Inhalte integriert. So erfahren die meist jungen Kräfte jetzt auch etwas über die psychosoziale Notfallversorgung für Einsatzkräfte. In dieser Unterrichtseinheit werden die Teilnehmer auf den Umgang mit psychischen Belastungen bei Einsätzen vorbereitet.

Weitere wichtige Themen sind beispielsweise die Einsatzhygiene, das Verhalten im Einsatz und neue Antriebstechnologien in Kraftfahrzeugen.

Bevor die Feuerwehranwärter zur Abschlussprüfung antreten können, müssen sie nach Abschluss der Zwischenprüfung nun das erlernte Wissen über zwei Jahre Ausbildungs- und Übungsdienst bei den Ortsfeuerwehren vertiefen. Der Kurs schließt mit der Qualifikation zum Truppführer ab.

Als Lehrgangsort in der Marktgemeinde dient das Feuerwehrgerätehaus Kaisheim, da dort der Unterrichtsraum mit den erforderlichen Medien sowie das benötigte Gerät und die Fahrzeuge zentral zur Verfügung stehen. Zu den Ausbildern gehörten Führungskräfte aus dem Inspektionsbereich Jura sowie die beiden Kommandanten der Stützpunktfeuerwehr Kaisheim.

Timo Gayr, der als Kreisausbilder für die Truppausbildung verantwortlich ist, zeigte sich mit dem Schulungsverlauf und dem Abschneiden in den Prüfungen zufrieden. Kreisbrandinspektor Heinz Mayr freute sich, dass der geschulte Feuerwehrnachwuchs nun in der Lage sei, im Einsatz eigenverantwortlich zu handeln und fachlich richtige Entscheidungen zu treffen. Der Kaisheimer Bürgermeister Martin Scharr lobte bei der Verleihung der Zeugnisse das ehrenamtliche Engagement der Teilnehmer und Ausbilder. (dz)

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