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Donauwörth

31.01.2020

Finanzamt: Anbau soll noch heuer fertig werden

Das Projekt zum Anbau an die Finanzamt Außenstelle in Donauwörth soll noch heuer fertig werden. Das wurde bei einer Besichtigung am Freitag bekannt.
Bild: Eibl

In der Berger Vorstadt wird derzeit kräftig gebaut. Es entsteht eine Außenstelle des Finanzamts München. Nun sind Details zu Räumen und Mitarbeitern bekannt.

Gerüste, Baumaschinen, Werkzeug, Absperrungen – kurzum: Es ist eine klassische Großbaustelle. Und das mitten in der Stadt. Das Finanzamtsgebäude in der Berger Vorstadt in Donauwörth wird derzeit erweitert. Es entsteht ein neues Gebäude hinter dem bisherigen Haus, das Sitz der Außenstelle des Finanzamts Nördlingen ist.

Der Neubau wird später einmal als Außenstelle des Finanzamtes München fungieren. „Wir wollen Pendlerströme verringern und unsere Mitarbeiter in der Heimat arbeiten“, erklärt der Landesvorsitzende des Finanzamtes München, Gerhard Wipijewski, das Vorhaben.

Rund acht Millionen Euro teuer

Laut dem Landtagsabgeordnetem Wolfgang Fackler aus Donauwörth treffe sich das ganz gut mit der von Ministerpräsident Söder im Januar angekündigten Behörden-Verlagerung aus München. Das Bauprojekt in der Großen Kreisstadt sei aber schon seit 2012 beschlossene Sache. Weil die Landesleitung der Bayerischen Finanzgewerkschaft Ende der vergangenen Woche in Donauwörth getagt hatte, wurde zum Abschluss am Freitag noch die Baustelle – das gesamte finanzielle Volumen der Maßnahme beträgt rund acht Millionen Euro – besichtigt.

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Architekt Armin Daam gab dabei Aufschluss über den aktuellen Stand und darüber, wie Räumlichkeiten schlussendlich aussehen sollen: „Aufgrund mangelnder Parkplätze wird im Erdgeschoß des Hauses ein Parkdeck entstehen. Außerdem wird eine Rampe von der Sallingerstraße direkt in den ersten Stock des insgesamt zweistöckigen Hauses führen.“

Ein Fahrstuhl wird installiert

Im Eingangsbereich befindet sich dann das Service-Zentrum. Für die Mitarbeiter entstehe zudem noch ein Innenhof im ersten Stock des Hauses, sodass auch jedes Büro mit Fenstern ausgestattet ist.“ Es müsse außerdem noch ein neuer Fahrstuhl im bestehenden Gebäude im Treppenhaus entstehen, um die benötigte Barrierefreiheit bewerkstelligen zu können, sagte Daam. Außerdem werde eine Verbindung der beiden Außenstellen im ersten Stock entstehen.

Der Referatsleiter des Bundesministeriums, Hans Jürgen Rosenlehner, erklärte, dass letzten Endes 45 Mitarbeiter im ersten und zweiten Stock des Donauwörther Neubaus ihre Büros haben werden. Diese Plätze würden dann – nach Abschluss des Projekts – im Jahr 2021 aufgefüllt werden. Rosenlehner sprach bei der Besichtigung aber auch ein Problem an: „Da wir nur Freiwillige nach Donauwörth versetzten wollen, brauchen wir auch so schnell es geht das Datum der Fertigstellung.“ Er habe es schon erlebt, dass der Transfer an Außenstellen zu früh stattgefunden habe. Dies sei freilich ärgerlich.

Rückkehrmöglichkeit nach Nordschwaben

Architekt Daam antworte, er könne bezüglich konkreter Daten noch nichts garantieren: „Wir fangen jetzt dann mit dem Innenausbau an. Mit dem bisherigen Zeitplan – der eine Fertigstellung im Oktober 2020 vorsieht – bin ich vorsichtig. Aufgrund der schwachen Konjunktur sind so gut wie alle Handwerksfirmen ausgelastet. Wir sind jedoch optimistisch, bis Ende diesen Jahres das Projekt abzuschließen.“ Außerdem habe der Fundamentbau für eine Verzögerung gesorgt. Das Finanzamt stehe nämlich auf Erdbebengebiet, erklärt Daam.

Wolfgang Fackler betonte, wie wichtig es für die Angestellten, dass der Bau schnellstmöglich abgeschlossen wird. Generell freue er sich für die Arbeitnehmer, die nun nach Nordschwaben zurückkehren können. Denn, und das bestätigte auch Gerhard Wipijewski: Viele Mitarbeiter des Finanzamtes München kommen tatsächlich aus dem Raum Donauwörth.

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