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Landkreis Donau-Ries

29.11.2019

Florian Riehl kandidiert als Landrat

Gruppenbild der Freien Wähler mit Landrats-Kandidat (von links): Michael Bosse, Landtagsabgeordneter Johann Häusler, Florian Riehl, Bernd Horst und Günther Otto.
Bild: Foto: Riehl

Die Freien Wähler im Landkreis Donau-Ries schicken ebenfalls einen Landrats-Kandidaten ins Rennen: Florian Riehl aus Rain fordert Amtsinhaber Stefan Rößle heraus.

Auch der „Wahlvorschlag 3 - FREIE WÄHLER Bayern“ wird am 15. März nächsten Jahres einen Bewerber für das Amt des Landrates enthalten. Mit einstimmigem Votum nominierte die Kreisvereinigung der Landtagspartei bei der gutbesuchten Aufstellungsversammlung in Wemding ihren Vorsitzenden Florian Riehl einstimmig als ihren Kandidaten. Der 33-jährige Rainer gehört seit Mai 2014 sowohl dem Kreistag wie dem Stadtrat an. Die Freien Wähler wollen, so die Intention der Vorstandschaft, dem Bürger eine gute Auswahl bieten und legen zur Kreistagswahl 2020 eine komplette Liste mit 60 Bewerbern aus allen Schichten der Bevölkerung vor. 2014 war die Vereinigung erstmals mit 29 Bewerbern zur Kreistagswahl angetreten und hatte drei Mandate errungen - neben Riehl sind dies Tapfheims Erster Bürgermeister Karl Malz und Harburgs Dritter Bürgermeister Bernd Horst. Sie nehmen die Plätze eins, drei und vier ein; auf dem zweiten Listenplatz ist Donauwörths Oberbürgermeister-Kandidat Michael Bosse gesetzt.

Seit 2016 Faschings-Präsident

In seiner Bewerbungsrede stellte Florian Riehl seinen beruflichen Werdegang mit den Abschlüssen als Elektroniker für Betriebstechniker, Elektrotechniker und Technischer Betriebswirt sowie vielseitige Tätigkeiten in drei verschiedenen Industrie-Unternehmen vor - weltweite Auslandserfahrungen eingeschlossen. Seit über sieben Jahren ist er als SPS-Programmierer in einem weltweit agierenden Rainer Unternehmen angestellt und als Projektleiter für alle reinen Elektroprojekte zuständig. An erster Stelle seines vielfältigen ehrenamtlichen Engagements steht seit 2009 der Faschingsclub Rain, dessen Präsident er seit 2016 ist.

Mit Blick auf die Kreistagsarbeit der vergangenen fünfeinhalb Jahre stellte Riehl fest, dass man in der sehr gemischten Fraktion, der drei weitere Gruppen angehören, einiges gemeinsam erreicht habe. So gingen die Initiativen für zwei PV-Anlagen auf Schulen, die Aktion „Samentütchen“ und die Blühflächenvermittlung von der Fraktion aus. Trotzdem streben die Freien Wähler eine eigene Fraktion an - also das Ziel von mindestens fünf Mandaten - oder eine Zusammenarbeit mit der PWG in einer größeren Fraktion.

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Florian Riehl hob in seinem Statement das weitere Vorantreiben der Digitalisierung mit einer eigenen temporären Stabsstelle heraus, die Verbesserungen im Bauamts-Bereich (Abruf des Bearbeitungsstandes durch die Bauherrn) und Bürgerservice bringen soll und die Papierflut durch ein Ratsinformationssystem eindämmen hilft. Nachholbedarf sieht er im öffentlichen Personennahverkehr: die zeitnahe Fortschreibung des Nahverkehrsplan soll ähnliche Vorgaben für das ganze Kreisgebiet schaffen. Stärkung des Radverkehrs sei ebenfalls wesentlich.

Den Landkreis schuldenfrei halten und trotzdem die Investitionen in Bildung und Kreisstraßensanierung fortsetzen, liegt dem Landrats-Bewerber ebenso am Herzen. Gleichzeitig müsse die Kreisumlage jährlich auf den Prüfstand, um die Gemeinden nicht zu stark zu belasten. „Der beim Bau des Schulzentrums Rain eingesetzte Projektsteuerer hat offensichtlich im Landratsamt mehr Arbeit erzeugt, als das er gebracht hat“, kritisierte Riehl, der dagegen gestimmt hatte und eine Stärkung der eigenen Bauverwaltung das Wort redete.

Drängende Probleme

„Dass die Schwimmbäder im Landkreis erhalten bleiben, ist sicher ein Ziel von allen Bewerbern“, stellte Riehl fest; die Wiederöffnung des Almarin wäre eine Bereicherung für die Bürger. Der Landkreis könne durch die Stärkung des Schulschwimmens einen Kostenbeitrag zum Erhalt der Hallenbad-Standorte bringen. Drängende Probleme seien weiter bezahlbarer Wohnraum, zum Beispiel über die Wohnungsbaugesellschaften, an denen der Landkreis beteiligt ist und die Schaffung weiterer Pflegeplätze.

Landtagsabgeordneter Johann Häusler freute sich über die Nominierung von Florian Riehl. Er sehe innerhalb der Freien Wähler eine Aufbruchstimmung, die landesweit durch viele Landrats-Bewerber unterstrichen wird. Den frisch gekürten Donau-Rieser Kandidaten bezeichnete er als gute Wahl: jung, ambitioniert und bereits sechs Jahre Erfahrung als Stadt- und Kreisrat. Im Bericht aus der Landespolitik stellte Häusler unter anderem das Augenmerk der Freien Wähler auf die Energiepolitik einschließlich lokaler Wertschöpfung bei der regenerativen Erzeugung heraus. Ausführlich ging er auf die Schaffung gleicher Lebensbedingungen in Bayern ein, wobei der Öffentliche Personennahverkehr ein wichtiges Thema sei.

Die Liste der Freien Wähler für die Kreistagswahl am 15. März 2020 wurde, nachdem alle Bewerber kurz vorgestellt wurden, ebenfalls einstimmig angenommen.

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