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Kommunalwahl 2020

27.01.2020

Florian Riehl würde als Landrat fünf Prozent anders machen

Florian ist der jüngste Bewerber um das Amt des Landrats. Das Bild zeigt ihn vor der Baustelle der Realschule in Rain.

Plus Florian Riehl ist erst 33, aber politisch schon lange aktiv. Nun kandidiert er für die Freien Wähler als Landrat. Das sind seine Schwerpunkte.

Mit 33 Jahren ist Florian Riehl der jüngste Kandidat für das Amt des Landrats. Zwar ist er damit noch etwas jünger als Landrat Stefan Rößle vor seinem Amtsantritt vor 18 Jahren, dennoch verfügt Riehl , der in Rain zu Hause ist, bereits über einige kommunalpolitische Erfahrung.

Mit Anfang 20 kandidierte er auf der PWG-Liste auf Platz 18 für den Rainer Stadtrat: „Das war der Einstieg.“ Er habe sich schon in jungen Jahren für das Rathaus – dort arbeitete sein Vater – und die Kommunalpolitik interessiert. Als sich in der Lechstadt die PWG und die Freien Wähler ( FW ) aufspalteten, übernahm Riehl sogleich den Vorsitz des FW-Ortsverbands. 2013 initiierte Riehl mit das Bürgerbegehren gegen eine Trennung der Verwaltungsgemeinschaft Rain. 2014 wurde er Stadt- und Kreisrat. Auf Kreisebene sei alles neu gewesen, „aber ich bin relativ schnell reingekommen“.

Vorsitzender im Kreisverband

Vor einem Jahr übernahm Florian Riehl dann auch noch den Vorsitz im Kreisverband der Freien Wähler. Viele Posten also. Und nun der Versuch, ein hohes Amt zu ergattern. Dabei bescheinigt der 33-Jährige dem Amtsinhaber prinzipiell eine ordentliche Arbeit: „In Rain und im Landkreis läuft einiges gut. 95 Prozent würde ich sagen.“ Dennoch: „Ich würde ein paar Dinge anders machen.“ Ein Beispiel hat Riehl quasi direkt vor der Haustür: den Neubau des Schulzentrums (Mittelschule und Realschule) in Rain: „Da läuft einiges nicht so.“ Das würde er gerne ändern. Er würde auch gerne die Bauverwaltung im Landratsamt stärken.

Die vom Landkreis geschaffene „Marke Donauries“ findet der FW-Kandidat grundsätzlich in Ordnung, aber es könnte manches verbessert werden. Riehl nennt die Auszeichnung „Top-Arbeitgeber“ als Beispiel. Da müsste mehr Wert auf den Inhalt gelegt werden, und es müsste eine „ehrlichere Vergabe“ angestrebt werden. Es sei auch sinnvoll, das Ferienland Donau-Ries in die Marke mit reinzunehmen: „Das gehört alles unter einen Hut.“

365-Euro-Tickes für den Landkreis

Ein besonderes Augenmerk legt Riehl auf den öffentlichen Personennahverkehr: „Eine Fortschreibung wäre wichtig.“ Der Kandidat möchte sich für ein 365-Euro-Ticket für den Donau-Ries-Kreis einsetzen. Soll heißen: Mit einer Jahreskarte zu diesem Preis sollen alle Nahverkehrsmittel im Landkreis benutzbar sein. Zudem gelte es, Busverbindungen zu optimieren. Riehl strebt auch an, die Kreisverwaltung zu modernisieren, damit Bürger bestimmte Dinge per Internet erledigen können. Dafür sollte nach seiner Ansicht eine Stabsstelle für Digitalisierung geschaffen werden.

Die Zeit des Wahlkampfs ist für Florian Riehl doppelt stressig, denn er ist Präsident des Faschingsclubs Rain. Die Narren haben derzeit Hochsaison. Da sei es von Vorteil, dass wenigstens vom Lumpigen Donnerstag bis Aschermittwoch keine Termine anstünden. (wwi)

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