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Bild: Privat/Screenshot AZ
Bild: Privat/Screenshot AZ

Ein Asylbewerber demolierte mehrere Autos vor dem Ankerzentrum in Donauwörth.

Donauwörth
29.08.2019

Flüchtling demolierte Autos im Ankerzentrum: Täter abgeschoben

Von Manuel Wenzel

Der Mann hatte zwölf Autos im Ankerzentrum Donauwörth mit einem Ast beschädigt und dabei 50.000 Euro Schaden angerichtet. Nun musste er das Land verlassen.

Vor rund sechs Wochen hat ein junger Nigerianer für Schlagzeilen gesorgt, als er im Ankerzentrum Donauwörth zwölf Autos demoliert und dabei einen Gesamtschaden von rund 50.000 Euro angerichtet hatte. Nun musste der junge Mann Deutschland verlassen.

Wie das Landesamt für Asyl und Rückführungen in Manching am Donnerstag mitteilte, wurden in den vergangenen Tagen 31 abgelehnte Asylbewerber aus Afghanistan und Nigeria – 23 von ihnen hatten zuvor Straftaten begangen – aus Bayern abgeschoben. Darunter war auch der 19-Jährige, der sich Mitte Juli in Donauwörth mit einem Ast an den Autos zu schaffen gemacht hatte.

Autos gehörten Mitarbeitern im Ankerzentrum Donauwörth

Die Fahrzeuge gehörten Mitarbeitern, die im Ankerzentrum beschäftigt sind (siehe auch: Autos im Ankerzentrum: Wer zahlt die Schäden? ). Sie waren unmittelbar vor dem Bürogebäude der Zentralen Ausländerbehörde abgestellt. Der Mann schlug mit einem armdicken Holzscheit Front- und Heckscheiben ein, dafür kletterte er bei einigen Autos auch auf die Motorhaube. Von der Tat existiert auch ein Video, das im Internet schnell die Runde machte.

Der junge Mann war seit August im Donauwörther Ankerzentrum untergebracht und Mitte April dann in eine dezentrale Unterkunft im Landkreis Augsburg verlegt worden. Unmittelbar nach der Tat war der 19-Jährige festgenommen worden.

Abschiebung: Mit im Flugzeug sitzen weitere Straftäter

Das Landesamt betonte, dass der Fokus bei den jüngsten Abschiebungen auf der Rückführung von Straftätern liege. Zwei Afghanen und zwei Nigerianer hatten den Angaben zufolge schwere Straftaten wie Totschlag und gefährliche Körperverletzung begangen beziehungsweise waren wegen Raubes sowie sexueller Nötigung straffällig geworden.

Neben dem jungen Mann, der in Donauwörth randalierte, seien in den beiden Sammelabschiebungsfliegern neun weitere Afghanen und neun weitere Nigerianer gewesen, die während ihres Aufenthaltes in Bayern mit verschiedensten Delikten der Polizei teils mehrfach aufgefallen waren.

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