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Großsorheim

26.08.2019

Franz Fischer sorgt vielerorts für den guten Ton

So kennt man Franz Fischer im Landkreis: als den Dirigenten der Stadtkapelle Harburg. Die Musik ist ihm enorm wichtig, das zeigt sich durch sein vielfältiges Engagement. Ohne den Rückhalt durch seine Familie wäre das nicht möglich.
Bild: Szilvia Iszo

Plus Der leidenschaftliche Musiker aus Großsorheim  gibt seine Spielfreude gern an Mitmenschen weiter. Wo er sich überall engagiert und was ihn antreibt.

Was wäre unsere Gesellschaft ohne ehrenamtlich Engagierte? Ohne Menschen, die mit Leidenschaft für wichtige Anliegen eintreten? Die viele Stunden investieren und sich ihren Fleiß und Einsatz nicht bezahlen lassen? - Wir alle wären um so vieles ärmer! Wichtige, auch lebensnotwendige Dienste und Funktionen könnten nicht aufrechterhalten werden. Deshalb stellen wir in unserer Serie „Vereinsmeier“ Menschen vor, die durch ihr Engagement echte Vorbilder sind. Allein in unserem Landkreis sind 60 000 Mitglieder in 4800 Vereinen tätig. Kennen Sie auch jemanden, der unermüdlich im Einsatz ist? Dann schlagen Sie ihn als „Vereinsmeier“ vor: redaktion@donauwoerther-zeitung.de

Bereits sein Vater war ein leidenschaftlicher Trompeter, seine Schwester spielte Flügelhorn. Das Talent für schöne Töne wurde Franz Fischer also quasi schon in die Wiege gelegt. Seit über 25 Jahren ist er Dirigent der Stadtkapelle Harburg und hat eine Vielzahl an Musikern selbst ausgebildet, spielt im Großsorheimer Posaunenchor, ist sowohl im Sportverein, als auch im Schützenverein, Musikverein, Kameraden- und Veteranenverein Mitglied. Und wenn die Landjugend in Harburg ein „Feschdle“ feiert, hilft er natürlich aus, denn Franz Fischer ist gelernter Metzger und steht auch gern mal hinter dem Grill. Im Stadtrat ist er übrigens auch aktiv, im Finanzausschuss. Hauptberuflich arbeitet Franz Fischer als Qualitätsprüfer in Donauwörth – Vollzeit. Nebenbei unterrichtet er „alle Blechinstrumente“, auch unentgeltlich, denn sein Grundsatz lautet: „Egal wie viel Einkommen da ist oder welchen Bildungsstand jemand hat, jeder, der Spaß an der Musik hat, wird bei mir ausgebildet.“

Familienzeit an Donnerstagen und Freitagen

Da stellt sich doch die Frage, schläft Fischer noch? Bleibt denn dafür überhaupt noch Zeit? „Natürlich“, lacht er „aber ohne meine Familie, die hinter mir steht, würde das nicht gehen.“ Und wie sieht so ein Tagesplan aus? Von montags bis mittwochs wird nach der Arbeit geprobt und unterrichtet. „Am Wochenende stehen dann meist die Feste an, auf denen wir spielen oder ich als helfende Hand mitwirke.“ Seinen freien Tage belaufen sich auf Donnerstag und Freitag, „denn die Familie soll ja auch noch was von mir haben.“

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Das Gute: Seine drei erwachsenen Kinder spielen alle im Harburger Musikverein, so passiert Familie also auch unter der Woche in den Kapellenproben. Die Blechbläser hat er zu 80 Prozent selbst ausgebildet – und das ist auch das, was ihm Freude bereitet. Franz Fischer möchte „vor allem junge Menschen an die Blasmusik heranführen.“ Volkstümliches, aber auch Stücke aus dem Pop- und Rockbereich fallen darunter. Was ihm wirklich wichtig ist, sind die Gemeinschaft und der Zusammenhalt. Beispielsweise konnte er einem Jungen im Rahmen der Inklusion das Tenorhornspielen beibringen. „Mittlerweile ist er schon sechs Jahre mit dabei“, lacht Fischer und ist auch ein bisschen stolz auf den Jungen und seine Leistung am Instrument.

Was Franz Fischer sich für die Zukunft wünscht

Wichtig ist dem Dirigenten auch das soziale Engagement. So hat die Stadtkapelle bereits einige tausend Euro für gute Zwecke eingespielt. Da wäre die Harburger Serenade, Kirchenkonzerte und und und. Die Spenden gehen beispielsweise an die Kartei der Not oder die Diakonie Harburg oder an den Fond „Bürger für Bürger“. Auch Typisierungen wurden von der Stadtkapelle unterstützt. Mittlerweile sind auch die Kapellen von Deiningen und Fünfstetten mit eingebunden und veranstalten zusammen Konzerte, die ebenfalls für einen guten Zweck sammeln und spenden.

Was sich diese höchst agile Franz Fischer für die Zukunft wünscht? „Vor allen Dingen Gesundheit und dass meine Familie weiterhin hinter mir steht.“

Mehr Vereinsmeier gibt es hier: Eine bunte Stunde mit „Dietsche“ , Konrad Wiedemann: Aus Leidenschaft für die Gemeinschaft, Er zeigt den Pilgern den richtigen Weg

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