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Wemding 

01.12.2019

Frauen-Union: Neuer Ortsverband in Wemding 

Die Frauen-Union Wemding führen (von links): Sarah Bauer, Monika Nawrath, Anja Maindok, Vorsitzende Sandra Eireiner, als Gast Beate Merk und Kreisvorsitzende Claudia Marb, Christa Karmann, Katharina Heider.

In Wemding hat sich ein neuer Ortsverband der Frauen-Union der CSU formiert. Das Ziel ist klar: die Kommunalpolitik nicht mehr nur den Männer überlassen.

 In Wemding hat sich ein neuer Ortsverband der CSU-Frauen.Union gegründet: Die 19 bis 70-jährigen Vorstandsmitglieder luden zur Gründungsversammlung ins Cafe Fuchs. Anwesend waren auch Landtagsabgeordnete Beate Merk, Vorsitzende der Frauen Union Schwaben und ehemalige Justizministerin, sowie Landtagsabgeordneter Wolfgang Fackler.

In ihrem Grußwort zeigte sich Merk beeindruckt von der Altersvielfalt. Sowohl Merk als auch Sandra Eireiner wiesen auf die Zahlen zum Frauenanteil in den Gremien hin. Der Frauenanteil im Wemdinger Stadtrat beträgt gerade einmal drei Frauen, im Kreistag sind von 60 Mitgliedern 13 Frauen und in den 44 Kommunen gibt es gerade mal drei Bürgermeisterinnen. Der Frauenanteil im Landtag beträgt 26 Prozent.

„So sieht keine partnerschaftliche Politik aus“, sagte Eireiner. In ihrem Impuls skizzierte sie eingangs ein provokantes Bild vom klassischen bayerischen Politiker – männlich, ältere Person, Anzugträger. Und fragt anschließend, ob junge Frauen, Mütter, Frauen die im Berufsleben mit beiden Beinen auf dem Boden stehen oder Frauen, die nach einem arbeits- und familienintensiven Leben ihren Ruhestand genießen wollen, sich mit diesem Bild identifizieren können und sich gut von der CSU vertreten fühlen. Ihrer Meinung nach würden Frauen dies schon tun, wenn die Rahmenbedingungen passen würden. Sitzungen und Parteiarbeit mit Beruf und Familie und auch den Männern vereinbar wären.

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Die neu gegründete Frauen-Union Wemding will diese Rahmenbedingungen schaffen und die „politische Landschaft in der Partei und vor Ort verändern“, so Eireiner. Der CSU Ortsverband soll unterstützt werden und die Frauen-Union einen Beitrag zur Gestaltung kommunaler Politik leisten.

21 Mitglieder zählt der Ortsverband. Einstimmig wurde Sandra Eireiner als dessen Vorsitzende gewählt. Stellvertreterin Anja Maindok bekam ebenfalls alle Stimmen. Schatzmeisterin ist Katharina Heider, Schriftführerin Sarah Bauer, das Amt der Beisitzerinnen übernehmen Christa Karmann und Monika Nawrath.

Wer, wenn nicht wir? Wann, wenn nicht jetzt?

Die Kreisvorsitzende der Frauen-Union und Bürgermeisterkandidatin in Rain, Claudia Marb, zeigte sich sichtlich überwältigt von der Resonanz der Versammlung. „Wer, wenn nicht wir. Wo, wenn nicht hier, und wann, wenn nicht jetzt?“, begann ihr Grußwort. Am Beispiel ihrer eigenen Stadtratsliste zeigte sie, dass die politische Arbeit vor Ort durchaus Früchte trägt. So kandidieren in Rain drei Frauen auf den ersten Plätzen.

Ortsvorsitzender der CSU-Wemding, Kreisrat Gottfried Hänsel, verwies in seinem Grußwort dass die Frauen früherer Generationen in ihrem Leben keinen leichten Stand hatten. An Lebensbeispielen von Dr. Elisabeth Schwarzhaupt, der ersten deutschen Bundesministerin, die in den dreißiger Jahren als Richterin Berufsverbot erhielt, sowie von Wemdinger Frauen, die in der Geschichte für die Bürgerschaft Großartiges geleistet haben, zeigte er diese fundamentale und konstante Standhaftigkeit der Frauen von damals auf.

Landtagsabgeordneter Wolfgang Fackler überbrachte als Geschenk eine Einladung in den Landtag, die mit viel Freude aufgenommen wurde. „Unterstützen wir mit unserer Lebenserfahrungen, unseren Kenntnissen und Fähigkeiten und unserem Urteilsvermögen die CSU in Wemding, für eine partnerschaftliche Politik von Mann und Frau“, forderte Eireiner zum Schluss die Frauen auf. (dz)

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