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Freizeit

27.04.2018

Freibad: Damit die Gemeinde langfristig planen kann

Die Badeaufsicht in Tagmersheim ist für diese Saison gesichert. Das soll langfristig so sein.
Bild: Widemann

In Tagmersheim soll sich ein Arbeitskreis künftig Gedanken machen. Eintrittspreise steigen

Besucher des Freibads in Tagmersheim müssen in dieser Saison mehr Eintritt zahlen. Der Gemeinderat hat beschlossen, dass nach acht Jahren erstmals wieder die Tarife erhöht werden. In der Sitzung stellten die Räte zudem die Weichen für ein Gremium, das sich Gedanken darüber machen soll, wie der Betrieb der Freizeiteinrichtung langfristig gesichert werden kann.

Zuletzt hatte die Kommune einige Mühe, überhaupt Personal für die Badeaufsicht und die Technik zu finden. Hintergrund: In Deutschland fehlen angeblich rund 2500 Fachkräfte in diesem Bereich. Nach längerem Hin und Her schlossen die Tagmersheimer mit einem bundesweit tätigen Dienstleistungsunternehmen einen Vertrag.

Um in Zukunft sicherer planen zu können, soll jetzt ein Arbeitskreis Freibad gebildet werden. Dieser könnte, so erläutert Bürgermeister Georg Schnell, aus sechs Personen bestehen. Vier Mitglieder des Gemeinderats meldeten sich bereits dafür. Nun wolle man versuchen, dass auch die Freibadinitiative zwei Mitglieder in den Arbeitskreis entsende. Bekanntlich betreibt die Initiative mit ehrenamtlichen Helfern den Freibadkiosk und stellt den Erlös jedes Jahr der Gemeinde zur Verfügung. Auf diese Weise kann die kleine Kommune das Defizit der Einrichtung leichter tragen.

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Der Arbeitskreis soll Schnell zufolge darauf schauen, „wie man den Betrieb des Freibads langfristig auf die Beine stellen kann.“ Dadurch hoffe man „Planungssicherheit und Kostengewissheit zu haben.“ Das Gremium solle aber auch im Auge haben, welcher Investitionsbedarf für die nächsten Jahre zu erwarten sei, wie das Bad attraktiver gestaltet werden könne und wo möglicherweise Kosten gespart werden können. Der Gemeinderat ist sich nach Auskunft des Bürgermeisters über die Notwendigkeit des Arbeitskreises einig.

Einstimmig war auch die Entscheidung, die Eintrittspreise für die neue Saison, die bei passendem Wetter am Pfingstsamstag, 19. Mai, beginnen soll, zu erhöhen. Die Tarife waren laut Schnell seit 2010 konstant. Inzwischen seien aber die Kosten gestiegen und man müsse die Einnahmen verbessern. Erwachsene zahlen zukünftig für eine Einzelkarte 3 statt bisher 2,50 Euro, für eine Zehnerkarte 24 statt 20 und für eine Saisonkarte 55 statt 50 Euro. Bei Kindern und Jugendlichen zwischen sechs und 18 Jahren sind es 2 statt 1,50 Euro für eine Einzelkarte, 16 statt 12 Euro für eine Zehnerkarte und 27 statt 25 Euro für eine Saisonkarte. Unangetastet blieben die Jahreskarten für Familien (95 Euro) und für Alleinerziehende mit Kindern (60 Euro). Der Bürgermeister merkt zu der Tariferhöhung an: „Im Vergleich zu anderen Freizeitbetätigungen ist das ein günstiges, gesundes Vergnügen.“ (wwi)

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