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Donauwörth 

22.05.2019

Freibad: Diese neuen Attraktionen könnten kommen

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3 Bilder
Beliebt bei den Donauwörthern: das Freibad. 2020 wird es renoviert und soll danach noch schöner sein. 
Bild: Helmut Bissinger

Plus Sandstrand, Splash-Area und Massageliegen könnten im beliebten Freibad in Donauwörth verwirklicht werden. Wie lang es aktuell geschlossen bleiben soll. 

Eine Schaukelbucht, Massageliegen, ein Strömungskanal und Massagedüsen bis hin zu einem Strandbereich. Das sind nur einige der Attraktionen, die im Freibad am Schellenberg verwirklicht werden können. Grund für die Renovierung sind Risse in den Becken. Bis zu 10. 000 Liter Wasser sickern dadurch jeden Tag in die Erde. Das sind rund drei Tanklaster voll und kostet die Stadt jährlich 40000 Euro.

Sonne genießen im Freibad. 
Bild: Stephanie Utz

Freibad ist aktuell geschlossen

Und auch dieser Tage ist das Freibad aufgrund einer defekten Pumpe geschlossen. Ein Ersatzteil wurde bereits geliefert und soll umgehend eingebaut werden, teilt Pressesprecherin Annegret Feist mit. Wann das Bad wieder geöffnet wird, könne man nicht sagen.

Unabhängig davon präsentierte das Planungsbüro Pichler/Tschabrun den Stadträten im Bauausschuss am Montag seine ersten Pläne für den Neubau. Im Kern soll das Nichtschwimmerbecken mit verschiedensten Attraktionen komplett neu gestaltet werden. Südlich davon planen die Architekten verschiedene Rutschen in einem seperaten Areal. Möglich ist auch der Bau einer Schnellrutsche, die insbesondere für Jugendliche und junge Erwachsene interessant sein dürfte. Bei der Planung achte man auf eine ausgewogene Attraktivität für alle Altersgruppen, betonte Architekt Markus Pichler. Die Röhrenrutsche soll erhalten und ertüchtigt werden. Geplant sei auch eine Breitwellenrutsche aus Edelstahl. „Bei regelmäßiger Wartung, macht das Material für die nächsten 40 Jahre keine Probleme“, erklärte Pichler.

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Es soll mächtig spritzen im Planschbecken

Ein Freibad ohne Attraktionen würde ohnehin nicht angenommen werden, sagte er. Nahe des Nichtschwimmerbeckens sollen dann Kleinkinder und Babys planschen können. Es soll zwei Bereiche mit unterschiedlichen Wassertiefen geben, die durch eine Rutsche miteinander verbunden sind. Auch im Planschbecken gibt es die Möglichkeit, verschiedene Spielgeräte zu installieren – etwa einen Helikopter im Miniaturformat, der von verschiedenen Seiten Wasser spritzt. Möglicherweise wird auch eine so genannte „Splash Area“ ans Planschbecken gebaut. Dort können sich die Kinder an diversen Geräten, wie etwa einem Fahrrad, das durch Pedaltritte Wasser spritzt, austoben oder in seichtem Wasser entspannen. Was davon umgesetzt wird, entscheidet der Stadtrat in einer seiner nächsten Sitzungen.

Blick auf das aktuell leere Freibad. 
Bild: Ulrich Wagner

Fraktionsübergreifend zeigten sich die Stadträte zufrieden. Wolfgang Fackler (CSU) fragte, ob nicht doch eine Rutsche aus Kunststoff statt der geplanten Edelstahlrutsche die bessere Lösung sei. Schließlich sei Kunststoff deutlich weicher und erhitze sich nicht so schnell wie Edelstahl. Stadtrat Thomas Straulino (SPD) betonte, dass man nicht an den Attraktionen sparen sollte. „Entweder wir machen es g’scheid oder gar nicht“, sagte er und fragte nach den Gesamtkosten des Projekts. Dazu könne man aktuell noch nichts sagen, erklärte das Architektenbüro.

Noch sind keine Fördergelder für das Millionenprojekt in Sicht

Oberbürgermeister Armin Neudert sagte, dass es auf jeden Fall ein Millionenprojekt werden würde. Mit rund 13,5 Millionen Euro plant die Stadt in den nächsten Jahren. Allein für die Schnellrutsche, die möglicherweise installiert wird, würden 182000 Euro fällig werden. Die Sanierung des Nichtschwimmerbeckens beläuft sich voraussichtlich auf 850000 Euro. Für Fördermittel aus einem Bundesprogramm hat die Stadt keinen Zuschlag bekommen. Ob der Freistaat den Neubau finanziell fördert, steht noch nicht fest.

Man dürfe nicht verschweigen, dass man sich das für nur vier bis fünf Monate im Jahr leiste, sagte Josef Reichensberger (AL/JB). Schließlich hat das Freibad nur im Sommer geöffnet. „Aber da kommen wir nicht mehr raus, denn sonst hätte es nur die Lösung des Abrisses gegeben“, erklärte er und fragte, ob bei zusätzlichen Rutschen auch mehr Personal nötig sei. Das brauche man nicht, antwortete Robert Blaschek, Leiter der Bäderbetriebe. Ein geordnetes Rutschen ließe sich etwa auch durch ein Drehkreuz als Erweiterung zur bereits bestehenden Ampelanlage realisieren.

Die Becken sollen mehr beheizt werden

Außerdem stellte das Architektenbüro die technischen Details vor. Unter anderem sollen mehrstufige Reinigungs- und Filtersysteme installiert werden. Andiskutiert wurde auch die Möglichkeit, zusätzliche Heizmöglichkeiten für die einzelnen Becken zu schaffen. Hierfür könnte das Freibad in Zukunft an das Nahwärmenetz des Alfred-Delp-Quartiers angeschlossen werden.

Auch wenn der Großteil der Planungen erst noch beschlossen werden muss, steht schon jetzt fest, wann die Neugestaltung beginnen soll. Nach Ende der Freibad-Saison Mitte September sollen die Abriss- und Bauarbeiten beginnen. Das gesamte Jahr 2020 wird das Bad geschlossen bleiben und voraussichtlich im Mai 2021 wieder eröffnen. Dann können sich die jährlich über Hunderttausend Besucher des Freibads auf neue Attraktionen freuen. Letztes Jahr haben 102141 Gäste das Freibad besucht.

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