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Freizeit

21.07.2020

Freibad Donauwörth: Ein Eingang für 1,6 Millionen

Von der Bauart eher Kasernen-Stil des Kalten Krieges – doch eben auch zweckdienlich. Das „Grundgerüst“ aus Beton soll bleiben, das Innenleben des Eingangsbereichs zum Freibad in Donauwörth aber dem neuesten Stand der Technik angepasst werden. Dennoch: Etwas hübscher soll die Pforte künftig schon aussehen.
Bild: Thomas Hilgendorf

Plus Die Arbeiten am Schwimmbad auf dem Donauwörther Schellenberg sind bereits in vollem Gange. Warum diverse Einzelposten nun so kostenträchtig sind.

Die blauen Kipplaster wirbeln mächtig Staub auf an der Behelfseinfahrt zum Freibad in Donauwörth. Tonnenweise Erde transportieren die Lkws ab. Es wird fleißig gebaggert und gebaut auf dem Schellenberg, schließlich soll zur Badesaison im nächsten Jahr alles fertig saniert sein – wenn möglich auch der Eingangsbereich. Doch dieses Unterfangen wird recht kostspielig, wie einige andere Posten in der Causa „Freibad“ auch.

Der Eingang des Freibades in Donauwörth: eher Kalter Krieg als moderner Freizeit-Bau

Bislang sieht der Eingang zum Freibad eher nach Zweckbau der 1960er-Jahre aus denn nach Visitenkarte eines modernen Freizeitortes. Nun ja, die Fassade müsse in Zeiten klammer werdender Kassen nicht immer glänzen, mögen Kritiker einwenden, doch der pure Schein ist nicht der einzige Grund, weshalb auch dort demnächst kräftig gewerkelt werden soll.

Schwimmbadplaner Markus Pichler aus Hall in Tirol stellte jüngst den Stadträten im Groben vor, was bei der Umgestaltung des Eingangsbereichs an Kosten auf die Stadt zukommen könnte: Laut seiner Zwischenberechnung könnten es 1,57 Millionen Euro werden, „plus/minus 20 Prozent“. Die Erstberechnung, so der Planer auf Nachfrage aus dem Gremium, hatte noch 200000 Euro daruntergelegen.

Umsetzung sofort? Das ist noch nicht sicher, sagt Sorré

Derweil ist es aber noch nicht sicher, ob der Eingangsbereich ab sofort in die Umsetzung geht. Grund ist mitunter eben jene Kostenunsicherheit. Oberbürgermeister Jürgen Sorré machte zuletzt keinen Hehl daraus, zwar konsequent am Freibad die Beschlüsse umzusetzen – aber eben Schritt für Schritt, um die Kosten besser im Blick zu haben. Jonathan Schädle (CSU) plädierte derweil dafür, dass der Eingangsbereich zur Eröffnung des sanierten und umgebauten Freibades fertig sein sollte. „Das sollte machbar sein, wenn wir bis Oktober anfangen zu bauen“, antwortete Planer Pichler. Sorré indes pocht auf eine detaillierte Kostenberechnung vor einem definitiven städtischen Ja zum Bau. Diese Berechnung liege in zwei bis drei Wochen vor, so Pichler. Bis dato ging man im Rathaus davon aus, dass die Eingangssanierung im Winter 2021/ 22 durchgeführt wird.

Von außen: hübscher, aber das Grundgerüst bleibt

Von außen werde der Eingangsbereich sich nicht groß von dem jetzigen Bau unterscheiden, „das Gerüst bleibt“, so Pichler. Innen werde jedoch alles neu gemacht: der Umziehbereich, die Duschen und auch der Erste-Hilfe-Raum sowie der Bereich der Gastronomie.

Dieser soll eine großzügige Außenterrasse mit 68 Plätzen erhalten (Innen: 32). Die äußere Fassade soll den Zweckbau künftig ansehnlicher als im jetzigen Zustand erscheinen lassen – Pichler schlug eine Holzfassade vor, ähnlich wie beim neuen Pavillon auf dem weitläufigen Freibadgelände.

Auch die barrierefreien Wege werden nicht ganz billig sein

Unterdessen wird am barrierefreien Weg durch das Freibad schon früher gearbeitet. Die gut 500 Quadratmeter befestigte Weg-Fläche und die 500 Quadratmeter Rasenfläche könnten mit gut 330000 Euro zu Buche schlagen. Walter Surek (PWG/FW/BfD) kam das ziemlich viel vor. Pichler erklärte die hohen Kosten zum einen mit gestiegenen Kosten im Baubereich sowie mit zahlreichen Sonderposten bei diesem Auftrag: So seien Spielgeräte und eine Fitness-Terrasse angedacht, ferner seien die Planungshonorare zu berücksichtigen. Unzweifelhaft ist: Das Freibad ist eine der größten und teuersten Baustellen in Donauwörth.

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