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Fünfstetten/Monheim-Warching

16.02.2018

Frontalzusammenstoß auf glatter Straße

Beim Frontalzusammenstoß dieser beiden Autos wurden vier Personen verletzt. Am schlimmsten erwischte es eine 33-Jährige.
Bild: Müller

Eine 33-Jährige erleidet nahe Fünfstetten schwerste Verletzungen. Ehepaar kommt bei spektakulärem Unfall bei Warching glimpflicher davon.

Innerhalb weniger Stunden haben sich am frühen Donnerstagabend im Bereich der Monheimer Alb zwei schwere Glätteunfälle ereignet. Bei einem Frontalzusammenstoß nördlich von Fünfstetten gab es vier Verletzte. Eine Frau befand sich laut Polizei zunächst in einem kritischen Zustand. Glimpflicher kamen zwei Personen davon, die auf der Staatsstraße zwischen Blossenau und Warching spektakulär verunglückten.

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Schneeregen auf den gefrorenen Boden sorgte am Donnerstag vom Nachmittag an für rutschige Straßen und Wege. „Es waren ganz schwierige Straßenverhältnisse“, erklärt Magnus Kastenhofer, Pressesprecher der Polizeiinspektion Donauwörth. Die meisten Verkehrsteilnehmer hätten ihre Fahrweise entsprechend angepasst. In den beiden Fällen am Abend seien die Fahrer wohl nicht genügend vom Gaspedal gegangen. Kurz nach 17 Uhr hatte dies auf der Ortsverbindungsstraße nördlich von Fünfstetten fatale Folgen.

Ein 21-Jähriger, der sich mit zwei Arbeitskollegen auf dem Heimweg in den Raum Harburg befand, geriet mit seinem Auto von der Staatsstraße MonheimWemding her kommend in Richtung Fünfstetten in einer leichten Rechtskurve, die aufgrund einer Kuppe unübersichtlich ist, ins Rutschen. Der junge Mann bremste deshalb. Der Wagen geriet außer Kontrolle. In diesem Moment kam ein anderer Pkw entgegen, den eine 33-Jährige aus dem Allgäu steuerte. Die beiden Autos stießen frontal zusammen. Der Wagen der Frau wurde dadurch in einen Acker geschoben.

Frontalzusammenstoß auf glatter Straße

Der Verursacher und seine beiden Kollegen, 32 und 17 Jahre alt, erlitten Verletzungen, konnten sich aber selbst aus ihrem Fahrzeug befreien. Es gelang ihnen trotz der Blessuren, die 33-Jährige aus ihrem Pkw zu holen und bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu versorgen. Die Frau wurde laut Polizei „sehr schwer verletzt“. Zunächst sei der Zustand lebensbedrohlich gewesen. Das Opfer wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Die drei anderen Verletzten brachte das Rote Kreuz ins Krankenhaus.

Die Freiwilligen Feuerwehren aus Fünfstetten und Otting waren mit etwa 35 Kräften vor Ort, sicherten die Unfallstelle und leiteten den Verkehr um. Die Ortsverbindungsstraße Fünfstetten – Otting war für rund vier Stunden gesperrt. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf über 10000 Euro.

Glück im Unglück hatte ein Ehepaar, das gegen 19.20 Uhr mit dem Auto auf der Staatsstraße zwischen Blossenau und Warching unterwegs war. Nach der 90-Grad-Kurve im Wald zwischen den beiden Orten – an dieser Stelle gilt Tempo 50 – beschleunigte der 61-Jährige anscheinend so stark, dass der Wagen in der anschließenden leichten Linkskurve ins Schleudern geriet. Zunächst kam der Pkw nach rechts auf das Bankett, dann schlitterte er nach links von der Straße und überschlug sich im Graben. Das Auto blieb auf dem Dach liegen. Der Mann und seine Gattin, 62, konnten sich selbst aus dem demolierten Wagen – an diesem entstand Totalschaden in Höhe von schätzungsweise 15000 Euro – befreien. Das Paar blieb offenbar unverletzt. Die Freiwillige Feuerwehr Warching war mit etwa 20 Kräften im Einsatz und leuchtete die Unglücksstelle aus.

Die Polizei merkt zu dem Unfall und den Witterungsverhältnissen an: „Auf dem Streckenabschnitt gilt schon bei günstigen Straßenverhältnissen eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 70 km/h. Bei Schnee- und Eisglätte sinkt dieses Limit zwangsläufig.“ (dz/wwi)

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