1. Startseite
  2. Lokales (Donauwörth)
  3. Fünfstetten hat weiter ein Windrad im Auge

Gemeinderat

23.01.2019

Fünfstetten hat weiter ein Windrad im Auge

Der Gemeinderat in Fünfstetten könnte sich ein Windrad südöstlich des Dorfs vorstellen.

Die Kommune nimmt drei Firmen in die engere Auswahl. Bald gibt es erste Untersuchungen.

Die Gemeinde Fünfstetten arbeitet weiter daran, dass vielleicht zu einem nicht allzu fernen Zeitpunkt ein Windrad auf dem Gebiet der Kommune gebaut werden kann. Man sei an der Sache „dran“, erklärte Bürgermeister Werner Siebert nach einer Sitzung des Gemeinderats. Im nichtöffentlichen Teil der Zusammenkunft stellte sich ein möglicher Betreiber vor. Es ist laut Siebert eines von drei Unternehmen, welche die Räte in die „engere Auswahl“ genommen haben.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Ein Bürgerwindrad wäre das Ziel

Das Thema Windkraft beschäftigt die Kommunalpolitiker in Fünfstetten schon seit mehreren Jahren. Der Gemeinderat sei „nicht abgeneigt“, ein solches Projekt anzugehen. Wenn dies passieren sollte, wäre ein sogenanntes Bürgerwindrad, also von Einheimischen finanzierte Anlage, das Ziel, sagte der Bürgermeister bereits Ende 2017. Damals präsentierte sich in Fünfstetten die erste Windradfirma. Weitere interessierte Betriebe hätten sich gemeldet, schildert Siebert. Drei von ihnen hätten sich inzwischen vorgestellt.

Wie im übrigen Bayern, so ist auch im Raum Fünfstetten ein Windrad nicht so leicht zu verwirklichen. Dafür infrage kommt dem Bürgermeister zufolge eine Fläche südöstlich des Dorfs im Bereich des Turmbergs. Im neuen Regionalplan sei dieses Areal als „weiße Fläche“ markiert. Soll heißen: „Die Gemeinde kann dort Baurecht schaffen.“ Der mögliche Standort wäre mindestens 1,6 Kilometer vom nächsten Wohnhaus entfernt.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Untersuchungen werden demnächst in Auftrag gegeben

Laut Tagesordnung der Sitzung am Montagabend sollte eigentlich ein städtebaulicher Vertrag bezüglich des geplanten Windparks vorberaten werden. Darin soll festgelegt werden, dass das ausgewählte Unternehmen die Kosten für das Schaffen von Baurecht im Rahmen eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans übernimmt. Diesen Punkt habe man vertagt, so Siebert, da erst noch der dritte Interessent gehört werden sollte.

Dennoch: Erste Untersuchungen werden laut Werner Siebert „demnächst in Auftrag gegeben“. Dabei gehe es um naturschutzrechtliche Dinge, also beispielsweise um die Frage, ob in besagtem Gebiet geschützte Tiere (zum Beispiel Rotmilane) angesiedelt sind. (wwi)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren