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Finanzen

01.06.2017

Fünfstetten investiert in Infrastruktur

Bevor der Dorfladen einzieht, baut die Gemeinde Fünfstetten die ehemalige Sparkassen-Geschäftsstelle um. Ein SB-Bereich mit Geldautomat und Kontoauszugsdrucker bleibt. In das Dachgeschoss könnte die Bücherei einziehen.
Bild: Wolfgang Widemann

Die Gemeinde hat weiter Millionen auf dem Konto. Heuer wird in Straßenausbau, Feuerwehr und schnelles Internet investiert.

Die Gemeinde Fünfstetten muss heuer sinkende Einnahmen verkraften. Dennoch steht die Kommune finanziell weiterhin blendend da. Zwar fließt weniger Geld in die Kasse, jedoch ist diese bestens gefüllt. Dies wird auch so bleiben, wie aus dem Haushalt der Gemeinde für 2017 hervorgeht. Sie verfügt aktuell über rund 3,5 Millionen Euro Rücklagen. Und das soll auch noch am Ende des Jahres so sein.

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Am meisten Geld fließt heuer in den Ausbau der Bahnhofstraße, die Feuerwehren und den Breitbandausbau. Die Bahnhofstraße wurden 2016 und 2017 280000 Euro in die Kanalisation investiert, rund 150000 Euro in Fahrbahn und Gehwege sowie knapp 100000 Euro in die neue Wasserleitung.

Unter der Rubrik Feuerwehr stehen in den kommenden Monaten die Feinplanungen für das neue Gebäude in Fünfstetten an, in dem auch der Bauhof der Gemeinde untergebracht wird. 130000 Euro stehen dafür in diesem Jahr bereit. 2018 soll Bürgermeister Werner Siebert zufolge der Bau beginnen. Der kostet wohl etwa 1,5 Millionen Euro. Die Feuerwehr im Ortsteil Heidmersbrunn hat für gut 100000 Euro ein neues Fahrzeug bekommen, die Fünfstettener Wehr für 21000 Euro neue Atemschutzanzüge. In Heidmersbrunn soll in Eigenleistung das Feuerwehrhaus saniert werden.

Fünfstetten investiert in Infrastruktur

Für den Breitbandausbau durch die Telekom in Nußbühl und zu den Einzelgehöften sind 220000 Euro vorgesehen. In der Mehrzweckhalle in Fünfstetten stehen mehrere Maßnahmen an: Eine Notbeleuchtung wird installiert, Brandschutztüren eingebaut, Sportgeräte und die Toiletten erneuert. Unter dem Strich kostet dies wohl um die 40000 Euro. Im Gemeindegebiet sollen heuer gut 80 Straßenlampen auf LED-Technik umgestellt werden. Dies ist in der Bahnhofstraße und in der Sulzdorfer Straße bereits geschehen.

In der Hubertus- und Inzenhoferstraße sowie in der Franz-Josef-Straße werden in den kommenden Wochen die Bordsteine saniert. Kosten: 83000 Euro. Weitere 62000 Euro wurden bereits für Straßenreparaturen ausgegeben.

Weniger Gewerbesteuer erwartet als im Vorjahr

Die weiteren Planungen für das neue Baugebiet in Heidmersbrunn schlagen mit 45000 Euro zu Buche. Im Gebäude, in das der künftige Dorfladen einziehen soll, baut die Gemeinde – ihr gehört das Haus – den Selbstbedienungsbereich der Sparkasse um. In das Dachgeschoss könnte die Bücherei einziehen. Hier hat die Kommune einen Architekten mit Planungen beauftragt.

Bei wichtigen Einnahmequellen muss die Gemeinde heuer Abstriche machen. Es werden lediglich 165000 Euro Gewerbesteuer erwartet. Voriges Jahr waren es noch 318000 Euro. Die Schlüsselzuweisungen des Freistaats sinken von 284000 auf 202000 Euro. Der Anteil der Einkommenssteuer steigt von 800000 auf 833000 Euro. Andererseits muss an den Landkreis eine Umlage von 615000 Euro abgeführt werden (plus 68000). Auch die Umlage an die Verwaltungsgemeinschaft Wemding steigt von 103000 auf 126000 Euro.

Den Haushalt genehmigte der Gemeinderat mit zwei Gegensttimmen.

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