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Monheim

06.12.2020

Für Tagespflege in Monheim ist ein Standort gefunden

Die Fläche nördlich des Kreis-Seniorenheims in Monheim scheint für den Bau einer Tagespflegeeinrichtung geeignet zu sein.

Plus Monheim hat eine Fläche, die geeignet ist für eine Tagespflege. Aber weder Landkreis noch gKU wollen Bauträger sein. Die Kommune hat nun mehrere Möglichkeiten.

Anfang des Jahres hatte der Monheimer Stadtrat beschlossen, möglichst zeitnah eine Tagespflegeeinrichtung mit Demenzbetreuung zu errichten. Als bevorzugter Standort wurde eine Fläche neben dem vom Landkreis getragenen Kreisseniorenheim in Monheim ausgemacht. Bürgermeister Günther Pfefferer erhielt damals vom Gremium grünes Licht für weitere Gespräche. Wie sich nun der aktuelle Stand darstellt, wurde bei der vergangenen Sitzung des Stadtrats deutlich.

Anfang 2020 gab es eine erste Standortanalyse

Gunther Wild vom Büro „Die Städtebau – Gesellschaft für Kommunalberatung“ ( Gersthofen) präsentierte die aktuelle Situation. Sein Unternehmen hatte auch Anfang 2020 die erste Standortanalyse erstellt. So habe es nun im Oktober einen Abstimmungstermin mit Vertretern des Landratsamts und weiteren Projektbeteiligten auf dem Gelände an der Donauwörther Straße gegeben.

Die Fläche nördlich des Seniorenheims werde einhellig als am besten geeignet für ein Tagespflege-Projekt gesehen, informierte Wild. Sowohl vom Landkreis wie auch vom gemeinsamen Kommunalunternehmen (gKU) Donau-Ries gebe es die grundsätzliche Bereitschaft, die benötigte Fläche für das separat zu errichtende Gebäude in Erbbaurecht zur Verfügung zu stellen.

Allerdings: Beide Seiten wollen nicht als Bauträger fungieren. Laut Planer Wild ergeben sich für die Kommune nun drei Möglichkeiten: Die Stadt tritt selbst als Bauherr auf, entwickelt alternativ ein Investorenmodell oder leitet eine Projektentwicklung ein – gegebenenfalls mit Investorenausschreibung. Bürgermeister Günther Pfefferer fasste die neue Lage so zusammen: „Es ist eine wichtige Geschichte für uns. Wir sollten die Maßnahme möglichst schnell angehen.“

Die Frage ist nicht "Was?", sondern "Wie?"

Nicht die Frage, ob man das Projekt umsetzen wolle, sondern das Wie rückte Stadträtin Anita Ferber (PWG) in den Blickpunkt: „Wollen wir es selbst stemmen oder suchen wir einen privaten Investor?“ Christof Böswald (MUM) sah „gute Ansätze“. Um die Planungen detaillierter voranzutreiben, schlug er die Bildung eines Arbeitskreises vor. Uwe Kaspar (CSU) appellierte, notfalls die zunächst ebenfalls an diesem Standort vorgesehene neue Rettungswache des Bayerischen Roten Kreuzes von der Tagespflege-Maßnahme zu trennen.

Eine größere Lösung schwebte Alfons Meier (MUM) vor: Mit einem privaten Investor könnte man eventuell neben der Tagespflege die bereits in der Vergangenheit angedachte Idee eines Ärztehauses verwirklichen. Bürgermeister Pfefferer und Stadtplaner Wild nahmen die Ideen und Vorschläge auf. Der Rathauschef prognostizierte dazu: „Das Thema wird uns in nächster Zeit noch stark beschäftigen.“

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