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Soziales

16.09.2014

Für mehr Chancengleichheit

Zum 16. Mal vergab die Pädagogische Stiftung Cassianeum in Donauwörth Preise für Forschungsarbeiten oder Projekte zur Förderung von benachteiligten Kindern und Jugendlichen.
Bild: Helmut Bissinger

Die Stiftung Cassianeum zeichnet Projekte aus, die benachteiligte Kinder und Jugendliche in den Fokus rücken

Als Ludwig Auer 1910 gemeinsam mit seiner Gattin Philomena die Pädagogische Stiftung Cassianeum in Donauwörth ins Leben rief, galt sein Anliegen den von der Gesellschaft benachteiligten Menschen. Ihnen sollte mit der Einrichtung geholfen werden. Dass das Thema auch 114 Jahre danach noch Bedeutung haben sollte, vielleicht noch mehr als damals, ahnte er vermutlich nicht. Umso besser würde er die Initiative der heutigen Stiftungsrepräsentanten werten, die Aktionen auszeichnen, die „Kinder und Jugendliche in Sondersituationen“ unterstützen.

Zum 16. Mal vergab die Stiftung den Preis für Forschungsarbeiten und Projekte. Die Stiftung sehe in dieser Würdigung eine Erfüllung des Stiftungszwecks, nämlich, wie es Vorstand Professor Dr. Werner Schiedermair ausführte, „die Förderung der Erziehung im Geist der katholischen Kirche nach den gottgewollten Anforderungen der Zeit“. Der Preis ist mit einer Summe von 10000 Euro dotiert, die auf Anregung der Juroren auf einen ersten Preis und zwei zweite Preise aufgeteilt wurde. Die Jury besteht aus dem Würzburger Sonderpädagogikprofessor Roland Stein und dem bei der Katholischen Jugendfürsorge des Bistums Augsburg für die berufliche Bildung zuständigen Abteilungsleiter Michael Breitsameter.

Warum werden Jugendliche ausgegrenzt?

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Mit dem Hauptpreis (6000 Euro) wurde die vom Deutschen Jugendinstitut, Forschungsschwerpunkt „Übergänge im Jugendalter“ erarbeitete Expertise zur „Situation ausgegrenzter Jugendlicher“ gewürdigt. In der Untersuchung legten die Autoren Frank Tillmann und Carsten Gehne eine Analyse zur Situation von sozialer Ausgrenzung betroffener junger Menschen im Alter zwischen 14 und 27 Jahren vor, die tragfähige Erkenntnisse für die Vorbeugung und Eingreifmöglichkeiten bereitstellt. Das Fazit: Die Ursachen der sozialen Ausgrenzung liegen meist in der Überforderung durch das Bildungs-, Übergangs- oder Hilfesystem unserer Gesellschaft sowie in familiären Risikofaktoren oder auch in besonderen Benachteiligungen, wie einer Suchterkrankung oder teils nicht diagnostizierten psychischen Problemen. Die beiden zweiten Preise (jeweils mit 2000 Euro dotiert) gingen an zwei außergewöhnliche Patenschaftsprojekte für Grundschulkinder: Die Grundschule Erlenau in Rosenheim kooperiert mit dem dortigen AWO-Mehrgenerationenhaus bei der Betreuung von benachteiligten Kindern. Im Lernprojekt betreut eine erwachsene, meist nicht mehr im Berufsleben stehende Person jeweils ein Kind im Förderungsbedarf. Die Paten helfen dem Kind regelmäßig bei den Hausaufgaben und unterstützen es dabei, seine schulischen Leistungen zu verbessern.

Patenschaften zwischen Studenten und Grundschülern

Der Augsburger Verein „Große Freunde“ hat das Ziel, Patenschaften zwischen Studierenden und Grundschulkindern aus strukturell benachteiligten Familienverhältnissen zu vermitteln. Dabei bringt der Verein nicht nur verschiedene Altersschichten zusammen, es ist deutlich mehr: Durch das Patenschaftsprogramm werden Menschen mit verschiedenen Bildungs- oder Sprachhintergründen zusammengeführt.

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