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Rain

14.09.2020

Galerie in Rain: Junge Künstler zeigen ihr Können

Die Aussteller sorgten für eine bunte Mischung bei ihrer Vernissage in der Rainer Galerie. So waren Fotografien, Zeichnungen, Portraitbilder oder Aquarellgemälde zu sehen, ebenso wie Öl- und Acrylgemälde.
Bild: Fabian Kapfer

Plus Sechs Kunstschaffende präsentieren ihre Werke in Rain. Was genau ausgestellt ist und wie die Veranstalter durch die Vernissage die Welthungerhilfe unterstützen.

Zehn bis 15 Minuten braucht Florian Seiler, um eines seiner Bilder herzustellen. Bei der Produktion sehen ihm einige Besucher der Vernissage gespannt zu. Vor der Galerie in der Hauptstraße in Rain hat sich der 19-Jährige ein kleines Atelier eingerichtet, mit einigen Sprühdosen sprayt er verschiedene Weltraummotive auf die Leinwand. Angefangen hat er damit erst während der Corona-Krise. Einige Videos hätten ihn inspiriert und nach viel Übung sei es für ihn die erste Ausstellung, bei der er nun vertreten ist. Er ist einer von insgesamt sechs jungen Künstlern, die an diesem Abend ihre Kunstwerke präsentieren.

20-Jähriger aus Rain hat dieVernissage organisiert

Beim Betreten der Galerie fällt nach wenigen Sekunden auf, dass die ausgestellten Werke aus verschiedenen Richtungen der Kunst stammen. Mehrere Öl- und Acrylmalereien stammen von Maximilian Dussmann. Der 20-jährige Rainer hat die Vernissage organisiert.

„Ich bin auf die Idee gekommen, als ich gesehen habe, dass in der Galerie keine Bilder zu sehen waren. Dann habe ich bei Frau Klug angefragt und die Erlaubnis bekommen, dort eine Ausstellung zu machen“, sagt Dussmann, der sich danach rasch mit den anderen Ausstellern in Verbindung gesetzt hat. Er selbst malt bereits seit gut fünf Jahren, unter den ausgestellten Kunstwerken stechen bunte Gemälde von ihm heraus, auf denen verschiedene Gesichtsformen zu erkennen sind.

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Das sind die jungen Künstler aus dem Landkreis Donau-Ries

Anna Neiber aus Donauwörth präsentiert ihre Aquarellgemälde. Diese hat sie teilweise auf Reisen angefertigt: „Ich male schon immer gerne und habe seit 2019 auch Bilder ausgestellt. Ein Bild, das ich mitgebracht habe, ist auf einer Kreuzfahrt bei Helsinki entstanden“, erklärt die 18-Jährige. Ihre Gemälde waren bereits auf der nordschwäbischen Kunstausstellung im Donauwörther Zeughaus zu sehen.

Für den Bereich Fotografie ist Manuel Wiest zuständig. Dabei zeigt sich auf einem seiner Bilder, wie er mit Perspektiven experimentiert. Dabei konzentriert er sich meist auf bestimmte Motive: „Im Fokus stehen bei mir häufig Portraits oder die Architektur. Seit etwa zwei Jahren bin ich beruflich als Fotograf und Videoproduzent aktiv“, so Wiest.

Malerinnen und Fotografen aus dem Donau-Ries-Kreis stellen ihre Kunstwerke aus

Ansprechende Bilder in schwarz-weiß sind von Sara Rößner zu sehen. So sind beispielsweise mehrere Motive erkennbar, bei denen das Zusammenspiel mit Licht und Schatten auffällt. Oft male sie einfach spontan, ohne sich auf eine bestimmte Richtung festzulegen: „Ich probiere immer wieder mal was aus. Wenn ich im Alltag irgendetwas sehe, dann mache ich das einfach zu meinem Motiv“, betont die Künstlerin, für die es auch die erste Ausstellung ist.

Die Aussteller bei der Vernissage (von links): Anna Neiber, Hanna Schönwald, Florian Seiler, Manuel Wiest und Maximilian Dussmann (Auf dem Bild fehlt: Sara Rößner).
Bild: Fabian kapfer

Die einzige Ausstellerin, die nicht aus dem Landkreis Donau-Ries stammt, ist Hanna Schönwald. Die 24-Jährige ist aus Karlsruhe angereist und hat einige Portraits ausgestellt. Es sind Zeichnungen, die schlicht in schwarz-weiß gehalten sind und dennoch ausdrucksstark auf den Betrachter wirken. Schönwald berichtet, wie es zu ihrem Besuch in der Tillystadt kam: „Ich kenne Maximilian und er hat mich gefragt, ob ich einige Bilder von mir bei der Vernissage präsentieren will. Die Malerei ist für mich mein zweites Standbein, ich bin selbstständige Grafikdesignerin.“

Bei der Vernissage in Rain wurden 1000 Euro an Spenden eingenommen

Neben den ausgestellten Kunstwerken und den Sprühbild-Einlagen von Florian Seiler ist auch musikalisch etwas geboten. Mehrere Male treten Magdalena Rabuser und Julian Haschner als Duo mit ihren Gitarren auf, gekonnt singen sie dazu ihre selbst geschriebenen Songs. DJ Fibrile sorgt hingegen während der Veranstaltung für die musikalische Begleitung, sein Mischpult befindet sich dabei in einem alten, umfunktionierten Feuerwehrauto. Am Ende der abwechslungsreichen Ausstellung gibt es eine erfreuliche Nachricht. „Wir haben durch Spenden beim Eintritt und bei Getränken etwa 1000 Euro eingenommen, die wir an die Welthungerhilfe spenden werden“, freut sich Dussmann, der mit den anderen Künstlern bereits im Vorfeld eine Spende an die Organisation angekündigt hatte.

Wer die Ausstellung in der Galerie in Rain besichtigen möchte, kann sich bei Gabriele Klug unter Telefon 0172/8201205 oder per Mail an gabriele.klug.rain@gmail.com melden.

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