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Mertingen

10.02.2019

Gaudiwurm in Mertingen lockt die Massen

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11 Bilder
Die mögliche Verlegung der Mertinger Straße war Thema des Bauwagens „Aschbe“. „Schnuse und Seel sind dagegen“ war auf einem Transparent zu lesen.
Bild: Helmut Bissinger

Der Faschingsumzug bietet eine bunte Mischung. Veranstalter gehen von rund 10.000 Besuchern aus.

Ausnahmezustand in Mertingen: Kaum noch Parkplätze, Tausende von ausgelassenen Narren und Zuschauer in dicht gedrängten Reihen am Straßenrand. Das Spektakel am Sonntag erreichte ungeahnte Ausmaße: Mehrere Stunden schlängelte sich der Gaudiwurm durch die Straßen – der Anfang für eine Mega-Party.

Es ist wohl der bunte Mix, der die Massen anzog. Die Mertinger Faschingsfreunde haben ganz offensichtlich das richtige Konzept für einen Faschingsumzug gefunden, der ihnen eine Art „Alleinstellungsmerkmal“ gibt. Ob Fasching, Fasenacht oder Karneval – in Mertingen wurde von Allem etwas geboten. Erst gegen Ende wurde es unangenehm, als Windböen aufkamen und der Regen immer stärker wurde. Bei relativ angenehmen Temperaturen zogen Mäschkerle, Hästräger, Gardistinnen, gekrönte Faschingshäupter und Musikanten beim Faschingszug an den Zuschauern vorbei.

Teilnehmer kommen bis aus Baden-Württemberg und Kempten

Vorneweg brillierten vor allem Fußgruppen: Da waren die Zünfte vertreten, die Maskengruppen sowie mehr als ein Dutzend Faschingsvereine mit ihren Regenten, Elferräten und Garden. Die Motivwagen kamen am Ende. Sie rundeten das Spektakel ab. Präsidentin Corinna Wiedemann stellte die einzelnen Gruppen vor und hatte dazu sogar die Schlachtrufe gelernt. Gar nicht so einfach, kamen die Gäste doch bis aus Baden-Württemberg oder Kempten im Allgäu.

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Im Zug ließen sich durchaus Begebenheiten finden, die die Mertinger, Druisheimer und Heißesheimer bewegten. Aber auch die Bäumenheimer wurden angesprochen. Eine Fußgruppe beschäftigte sich mit der geplanten Verlegung der Mertinger Straße und mit dem Widerstand einzelner Aktivisten.

Rätsel um den Bau des Sportheims

Thema war auch das derzeit neu entstehende Sportheim des FC Mertingen. Zur Finanzierung seien Steine verkauf worden – und das für einen Neubau, der in Holzbauweise ausgeführt wird. Hingucker war eine Gruppe aus Neresheim, die gleich mit 170 Mitgliedern angereist war.

Bürgermeister Albert Lohner hatte die Regenten der verschiedenen Faschingsgesellschaften vor dem Umzug bei einem Empfang in der Alten Brauerei gegrüßt und nahm dann die närrische Parade am Rathaus ab. Dabei bekamen auch er und seine Gattin von den Maskengruppen „Abreibungen“.

Auch nach der Narrenparade trieben die Zunftgruppen mit ihren zum Teil furchteinflößenden Holzmasken mit der ein oder anderen Besucherin so manchen Schabernack. Der Gaudiwurm endete in einem Zelt am Festplatz. Dort herrschte beste Partystimmung.

Annähernd 10000 Besucher sind es nach Ansicht der Organisatoren um Umzugsleiter Dieter Brummer in Mertingen gewesen. Die Arbeiter des Bauhofs werden heute wohl stundenlang damit beschäftigt sein, Konfetti und Reste des Bonbonregens von den Straßen zu beseitigen.

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