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Burgfest

08.07.2013

Gaukler und Ritter belagern die Harburg

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2 Bilder
Aufwändige Gewänder waren beim Burgfest zu bestaunen.
Bild: Helmut Bissinger

Bunte Gestalten entführen Besucher in die Welt des Mittelalters.

Von Helmut Bissinger

Zurückversetzt in die Zeit der Landsknechte und des fahrenden Volkes fühlte sich, wer am Wochenende auf der Harburg war. Dabei kamen die Landsknechte von weit her angereist: Der eine sprach schon mal englisch, der andere französisch, aber der dritte dann doch deutsch. Dazwischen: Gaukler, Ritter, Barden, Verkäufer von Silber-, Glas- und Lederschmuck und Burgfräulein, die ihre betörende Wirkung bis in die heutige Zeit gerettet haben.

Die Namen der Akteure lasen sich wie ein Ahnenbuch aus dem Mittelalter: Peter von der Herrenwiese, Nachtwindheim, Monika zu Feygenhofen, Macicus Solvius, Jolandolo vom Birkenschwarm, Poeta Magica oder Burdyri. Allesamt hatte sie Christian Domeier verpflichtet, bei dem die Fäden der Organisation zusammenliefen.

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„Wir sind nicht unzufrieden“, bilanzierte der Veranstalter, „aber teilweise hätten wir mit mehr Andrang gerechnet“. Das Spektakel müsse sich nach der Pause erst wieder richtig etablieren. Dennoch seien es Tausende Besucher gewesen. Domeier hat Erfahrung mit Festen dieser Art: Allein heuer führt er bei vier Burgfesten Regie. In Harburg sei die Organisation besonders aufwendig gewesen: Allein 140 Feuerwehrmänner waren im Einsatz. Während Barden und Spielleute, wie die Streuner, mit Musik aufwarteten, standen kulinarische Leckerbissen an den zahlreichen „Verpflegungsstationen“ auf dem Speiseplan, sodass der ein oder andere in mittelalterlicher Manier das Trinkhorn mit Met erhob.

Die Desertoris, Jongleure, Kämpfer und Köche, Glan Claymore, eine Schaukampfgruppe, oder die Freien Burghut-Landsknechte aus Gundelfingen veranlassten die Burgfest-Bummler immer wieder zum Anhalten. Der Landsknechtstross 1504 zeigte, wie Landsknechte unter Kaiser Maximilian lebten, während Riddari Leon, die Ritter des Löwen, für drei Tage das Leben des 13. Jahrhunderts in „Bavarischen Gefilden“ nachspielten.

Dazu kamen historische Handwerker um 1280 aus München, eine legendäre Feldküche, die Fenriskrieger und Gamdirblad, „weit gereiste Händler und mutige Krieger“. Mediva & Yoyo betörten mit anmutigen Körpern und archaischen Tänzen.

„Ausbaufähig“, meinten die Akteure am Ende und meinten damit nicht die Organisation, sondern das Besucherinteresse.

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