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24.04.2015

Gedenkfeier für vier tote Buben

Tragisches Unglück am 26. April 1945

In wenigen Tagen ist es 70 Jahre her, dass der verheerende Zweite Weltkrieg zu Ende ging – auch für Harburg. Nur eine begrenzte Zahl älterer Mitbürger kann sich noch an die Erlebnisse damals erinnern. Aber gerade für Harburg verbindet sich mit diesen Endtagen des Krieges ein besonders schreckliches Ereignis.

Am 26. April 1945 fand eine Gruppe spielender Kinder auf der Steinernen Brücke ein besonderes Vergnügen daran, wie so oft Steine in das Wasser der Wörnitz zu werfen. Dieses Mal galten die Würfe besonders einem runden schwarzen Gegenstand ganz nahe an der Brücke, in Unkenntnis, dass es sich dabei um eine Panzermine handelte, die zur Verhinderung des Vormarsches der Amerikaner in diesen Tagen im Wasser verlegt worden war.

Die Steinwürfe nahmen ein schreckliches Ende: Plötzlich explodierte die Mine mit großer Wucht und schleuderte Steine aus dem Wasser nach oben. Eine Reihe der Buben wurde verletzt, zum Schluss waren vier tot. Andere trugen lebenslange Verletzungen davon.

An die Kinder, die bei dem Unglück starben, erinnert auf der alten Brücke eine Gedenktafel. Die evangelische und die katholische Kirchengemeinde wollen zusammen mit der Stadt Harburg mit einer kleinen Gedenkfeier an das Unglück und die Opfer am Samstag, 25. April, um 11.30 Uhr an der Gedenktafel auf der Brücke erinnern. Die Bevölkerung ist dazu eingeladen. (kmg)

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