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Natur

22.01.2021

Gefiederte Wintergäste

In der Region sind mit etwas Glück derzeit ungewöhnliche Vögel zu beobachten

Viele Vogelarten sind den winterlichen Frosttemperaturen ausgewichen und in südliche Gefilde gezogen. Trotzdem sind auch jetzt mit wachem Auge einige Besonderheiten in der Vogelwelt zu beobachten.

Raubwürger haben zurzeit an mehreren Stellen im Landkreis Donau-Ries ihr Winterrevier bezogen. Der Wintergast ist als Brutvogel im Landkreis ausgestorben – und seitdem nur noch selten in strukturreicher Landschaft in der kalten Jahreszeit zu entdecken.

Eine eher weiträumige, offene Landschaft lieben die beiden Wintergäste Sumpfohreule und Kornweihe. Große Wiesen mit angrenzenden Ackerfluren und zahlreichen Feldmäusen sind ihre Ansprüche für einen Aufenthalt in hiesigen Gefilden. Wenn dann noch eine Zwischenfrucht, ungemähte Wiesen oder eine kleine Brache Windschutz bieten, verbringen die Greifvögel dort gerne ihre Ruhezeiten. Während die Kornweihen zum Übernachten in ihre Schlafplätze einfliegen, beginnen die Sumpfohreulen die nächtliche Jagd, oft im gleichen Flurstück. Die Schutzgebiete der beiden Rieser Naturschutzvereine und des Kreisverbands des Bund Naturschutz stellen für Sumpfohreule und Kornweihe wichtige Naturräume dar, die sie als Schlaf- und Ruheplätze und als Nahrungsreviere aufsuchen.

Aber nicht nur Gäste aus dem Norden, sondern auch aus der Nachbarschaft lassen sich im winterlichen Donau-Ries-Kreis bestaunen. Immer häufiger erkunden Seeadler, die im Bereich der fränkischen Seenplatte brüten, das Ries und die Donau-Auen. Kurz bevor die größeren Gewässer im Kreis ihre dünne Eisschicht bekamen, wurden dort des Öfteren größere Trupps von Rost- und Graugänsen und vielen Enten von den imposanten Adlern aufgejagt.

Vielleicht hat der eine oder andere auch Glück und kann einen im Garten und Hausbereich überwinternden Hausrotschwanz entdecken. (pm)

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