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Haushalt

12.06.2015

Genderkingen steht vor großen Herausforderungen

Rund 100000 Euro steuert die Gemeinde Genderkingen zur aufwendigen Renovierung der Kirche im Ort bei.

Für die Gemeinde ist 2015 ein Jahr der Vorbereitung. Trotzdem will man eine Million Euro investieren.

„Ich bin da schon ein bisschen stolz.“ Und im Dorf seien dies auch viele Bürger. Das sagt Genderkingens Bürgermeister Roland Dietz. Man müsse auch in diesem Jahr keine neuen Schulden aufnehmen, um dennoch zu investieren. Stolz ist Dietz vor allem darauf, dass die Kommune seit Mitte vergangenen Jahres schuldenfrei ist.

„Wir können trotzdem investieren und haben für die nächsten Jahre genügend Rücklagen“, blickt Dietz zufrieden auf den diesjährigen Haushaltsplan. Das sei wichtig, weil man den Bau einer neuen Kläranlage, der spätestens nach Ablauf der Genehmigung für die bisherige im Jahr 2017 ansteht, dadurch nicht allein mit Krediten finanzieren müsse.

Der Gemeinderat genehmigte das Zahlenwerk einstimmig, das der geschäftsleitende Beamte der Verwaltungsgemeinschaft Rain, Adalbert Riehl, erstellt hatte. Für Dietz ist es „besonders erfreulich“, dass die Gewerbesteuer nach wie vor sprudelt. Vorsichtig habe man im Etat eine halbe Million Euro als Einnahmen daraus für dieses Jahr angesetzt. Ein großer Teil davon fließt in den Untergrund: „Ein Kanalnetz, das in bestem Zustand ist, kommt uns zugute“, erklärt Dietz. Deshalb werde die Gemeinde auch in diesem Jahr 100000 Euro für dessen Sanierung ausgeben.

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Spielräume könnten künftig enger werden

Aber auch oberirdisch tut sich einiges. 100000 Euro steuert die Kommune beispielsweise für die Renovierung der Kirche bei, die rund 585000 Euro verschlingen wird. Der Löwenanteil der Kosten ist allerdings für die Freiwillige Feuerwehr vorgesehen: 110000 Euro für den Digitalfunk, die Ergänzung der Ausrüstung und neues Löschfahrzeug für 320000 Euro schlagen hier zu Buche. Wegen der langen Lieferzeiten werde man in diesem Jahr zwar das Fahrgestell besorgen, die Auslieferung mit dem Aufbau könne aber erst im Frühjahr 2016 erfolgen. Weitere 150000 Euro fallen für die Erschließung des Baugebiets Riedfeld-Süd an. Außerdem sind im Haushalt 200000 Euro für den Erwerb von Grundstücken vorgesehen. „2015 ist ein Jahr der Vorbereitung“, betitelt der Bürgermeister den Etat. Im nächsten Jahr seien große Projekte geplant: eben die Auslieferung des Feuerwehrfahrzeugs, der Breitbandausbau, die Hauptarbeiten zum Ausbau des neuen Baugebiets, die Weiterführung des Radweges ab Flugplatz sowie mehrere Straßen- und Gehwegsanierungen. „Alles große Brocken“, blickt Dietz voraus. Möglicherweise werde 2016 auch schon mit dem Bau der neuen Kläranlage begonnen.

Der Haushalt hat ein Volumen von fast drei Millionen Euro. Er liegt damit um acht Prozent über dem letztjährigen Jahresabschluss. Die Steigerung hat der Vermögenshaushalt bewirkt. Rund eine Million Euro steckt die Gemeinde in Investitionen, finanziert maßgeblich durch 110000 Euro Investitionspauschale, 253000 Euro aus dem Verwaltungshaushalt und 476 000 Euro aus der Rücklage. „Das tut weh“, kommentiert der Bürgermeister die Kreisumlage, die von 378000 Euro im Vorjahr auf rund 510000 Euro gestiegen sei. Leonhard Schwab verwies im Gemeinderat im Hinblick auf den Finanzplan für die nächsten Jahre auf die rückläufige Zuführung zum Vermögenshaushalt.

Dass die Spielräume enger werden könnten, bestätigte auch Bürgermeister Dietz gegenüber der DZ. Er hoffe aber, dass die Gewerbesteuer auf dem bisherigen Niveau verharre.

Noch eine Zahl nennt der Bürgermeister, die Genderkingens gute Situation unterstreichen soll: Die Steuerkraft je Einwohner liege bei den bayerischen Gemeinden zwischen tausend und 2000 Einwohnern durchschnittlich bei 616 Euro. In Genderkingen (1200 Einwohner) liege die Steuerkraft bei 852 Euro.

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