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Donauwörth

19.11.2019

Gesundheitsstammtisch: Verzicht fürs Wohlbefinden

Es gibt viele Formen des Fastens. Vhs-Dozentin Ute Vieting hilft dabei, den jeweils richtigen zu finden.
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Es gibt viele Formen des Fastens. Vhs-Dozentin Ute Vieting hilft dabei, den jeweils richtigen zu finden.
Bild: Heike Rau

Was ist Fasten eigentlich genau? Was tut Körper, Geist und Seele gut? Ute Vieting kennt die Antworten auf diese und weitere Fragen und berät.

Fast jeder kennt den Wunsch, in unserer Konsumwelt einmal kürzer treten zu wollen. Wir sind oftmals buchstäblich übersättigt und wollen uns durch Verzicht etwas Gutes tun. Fasten kann dabei helfen, sich auf das Wesentliche zu besinnen. Wie Fasten geht, was Fasten eigentlich ist, welche verschiedenen Formen es gibt und was es bewirkt – damit kennt sich die selbstständige Unternehmensberaterin Ute Vieting aus.

Die Diplom-Ingenieurin ist als Coach beratend und begleitend tätig für Organisationen, Führungskräfte, Soziale Einrichtungen und Menschen in Veränderungsprozessen tätig. Ihre Schwerpunkte sind unter anderem Entscheidungsfindung, ganzheitliche Gesundheit, Potenzialentfaltung und mehr. Beim Gesundheitsstammtisch der Volkshochschule Donauwörth erklärt sie den Teilnehmern Sinn und Ziel des Fastens. Wir sprachen vorab mit ihr über dieses Thema.

Frau Vieting, das Thema Fasten im Winter? Passt das nicht eher traditionell in die Zeit vor Ostern?

Gesundheitsstammtisch: Verzicht fürs Wohlbefinden

Ute Vieting: Hier gilt ein klares „Sowohl-als-auch“. Die sogenannte Weihnachtsfastenzeit wird auch als Adventsfasten bezeichnet. Sie erstreckt sich über rund 40 Tage und ist als Vorbereitungszeit vor Weihnachten in den Ostkirchen wie auch in den westlichen Kirchen Tradition. Entgegen der heutigen Gewohnheiten, dass es Weihnachtsgebäck bereits ab September in den Läden gibt, gab es in meiner Kindheit die Weihnachtsplätzchen erst am Heiligen Abend.

Warum fasten Menschen?

Vieting: Primär, weil sie sich etwas Gutes tun wollen. Weil sie entgiften, entschlacken oder abnehmen möchten. Für manche ist Fasten auch eine Möglichkeit, bei Krankheit den Impuls zur Selbstheilung zu unterstützen. Immer häufiger kommt der ureigentliche Sinn des Fastens ins Blickfeld, nämlich Fasten, um Körper, Geist und Seele wieder in Gleichklang zu bringen und die Aufmerksamkeit nach innen – in uns hinein – zu richten.

Es gibt viele Methoden, zu fasten. Generell geht es ja um irgendeine Art von Verzicht. Worauf konzentriert sich Ihr Vortrag?

Vieting: Ich werde verschiedene Methoden zu fasten vorstellen, denn jeder und jede sollte möglichst einen für sie ansprechenden Ansatz finden. Dazu gehören zum Beispiel Kalorien-Fasten, Basen-Fasten, Fasten-Wandern, Saft-Fasten, Intervall-Fasten oder auch Verzicht auf Alkohol, Süßes, Fleisch, Handynutzung, Plastik stellen Fastenansätze dar. Ich verzichte bewusst, um zum Beispiel mir Gutes zu tun, mich zu entlasten, meine Gesundheit zu fördern oder zu entschleunigen. Hierzu werde ich den Zuhörern zeigen, wie sie ihre geeignete Fasten-Kur finden können. Zudem berichte ich über eine Fasten-Wohlfühl-Reise auf den Hesselberg, die die Vhs Donauwörth im Herbst 2020 plant.

Kann man beim Fasten etwas falsch machen?

Vieting: Fasten ist generell eine gute Sache. Doch wer vorher noch nie gefastet hat, gesundheitliche Probleme hat oder über einen längeren Zeitraum fasten möchte, sollte vor Beginn seinen Arzt oder seine Ärztin konsultieren. Beim Gesundheitsstammtisch in Donauwörth gibt es Anregungen dazu, worauf ich achten sollte. Zum Beispiel dazu, wie ich meinen inneren „Schweinehund“ im Zaum halten kann. Denn wer kennt es nicht, dass es nach dem Fasten ganz schnell wieder aufwärts geht mit den mühsam abgebauten Kilos.

Wie geht es nach dem Fasten weiter?

Vieting: Für den Erfolg des Fastens ist entscheidend, dass ich die Ziellinie nicht auf den Tag nach dem Fasten lege, sondern weit darüber hinaus schaue. Meine innere Haltung zum Fasten und was ich damit erreichen möchte, ist für den Fastenerfolg wichtig. Wie das im Einzelnen recht einfach zu handhaben ist, zeige ich gerne. Denn wer möchte schon nach dem erfolgreichen Fasten, in die Enttäuschung des Jojo-Effektes stolpern.

Info Mehr zu diesem Thema gibt es beim Gesundheitsstammtisch am Donnerstag, 21. November, 19 Uhr, im Café Hummel. Der Eintritt kostet fünf Euro.

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