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Gift im Garten: Kein Grund zur Panik

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Kommentar Von Barbara Wild
29.10.2019

Es ist schon erstaunlich, wie weit die Auswirkungen der konventionellen Landwirtschaft zu spüren sind. Die chemischen Herbizide machen vor dem eigenen Gartenzaun nicht halt.

Die Ergebnisse des Bund Naturschutz im Landkreis sind auf den ersten Blick besorgniserregend. Lauern wirklich in Petersilie und Co. aus dem eigenen Garten giftige Stoffe? Auch wenn es nur Kleinstmengen sind, die in den heimischen Gärten festgestellt wurden – bedenkt man, dass nur biologisch gezogene Pflanzen untersucht wurden, die ohne jegliche Form von chemischen Substanzen gepflegt werden –, ist es schon erstaunlich, wie weit die Auswirkungen der konventionellen Landwirtschaft zu spüren sind. Die chemischen Herbizide machen vor dem eigenen Gartenzaun nicht halt.

Doch die Analyse ist kein Grund, in Panik zu verfallen. Die festgestellten Belastungen sind keinesfalls gesundheitsschädlich, die Petersilie wäre offiziell sogar noch „bio“.

Zu denken geben sollte einem die kleine Studie des Bund Naturschutz aber trotzdem. Sie hat gezeigt, dass alles, was wir in die Natur ausbringen, auf Wegen zu uns zurückkommt, mit denen wir vielleicht gar nicht rechnen.

Wenn wir keinerlei Belastung mehr haben wollen, dann dürfen überhaupt keine Spritzmittel mehr ausgebracht werden. Doch dann müssen wir uns auch mit dem zufriedengeben, was die Natur uns übrig lässt.

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