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Marxheim-Graisbach/Donauwörth

05.10.2020

Graisbacher rettet Radfahrer nach Herzinfarkt das Leben

Polizeipräsident Michael Schwald (rechts) bedankte sich persönlich bei Thomas Schneider aus Graisbach.
Bild: Polizei

Plus Thomas Schneider aus Graisbach half einem Radfahrer, der nach einem Herzinfarkt gestürzt war. Für diesen Einsatz erhält er nun eine besondere Auszeichnung.

In diesem Fall kann man getrost von einem echten Lebensretter sprechen: Thomas Schneider hatte im August einem gestürzten Radfahrer geholfen – dieser wäre ohne Schneiders Einsatz höchstwahrscheinlich gestorben. Dafür erhielt der Graisbacher Schneider nun eine Auszeichnung vom Leiter des Polizeipräsidiums Schwaben Nord.

Was genau war passiert? Am 12. August waren zwei österreichische Radfahrer auf der Donautalstraße von Donauwörth kommend in Richtung Neuburg unterwegs. Gegen 10 Uhr stürzte einer der beiden am Ortseingang von Graisbach aufgrund eines Herzinfarktes. Nur durch die Reanimation durch Ersthelfer Thomas Schneider und eines Beamten der verständigten Polizeistreife konnte der 70-jährige, bewusstlos am Boden liegende Radfahrer, überleben. In dieser Situation erwies sich der am Feuerwehrhaus Graisbach vorgehaltene Defibrillator als unabdingbares Gerät hinsichtlich der Erste-Hilfe-Maßnahme, so die Gesetzeshüter.

Nach Operation außer Lebensgefahr

Nach einem operativen Eingriff in der Uniklinik Augsburg war der Patient dann außer Lebensgefahr und bereits wieder auf dem Weg der Besserung. Bei dem Sturz hatte sich der Mann lediglich leichte Schürfwunden zugezogen. Nun bedankte sich Polizeipräsident Michael Schwald persönlich bei Thomas Schneider für dessen Einsatz als Ersthelfer. Dieser freute sich sehr über die persönliche Anerkennung.

Bei einem gemeinsamen Kaffeegespräch schilderte Schneider seine Eindrücke über das Geschehene. Präsident Schwald hob in seinem Dank besonders die sofortige Hilfsbereitschaft und den professionellen Einsatz des Graisbachers hervor. Er habe sofort die richtigen Schritte eingeleitet und konnte zusammen mit einem Polizeibeamten der Polizeiinspektion Rain die Reanimation erfolgreich durchführen. „Der eingesetzte Notarzt hat dies auch der Polizei gegenüber bestätigt“, so Schwald.

Das sagt der Polizeipräsident zum Helfer aus Graisbach

Während des Gespräches betonte der Polizeipräsident, dass jeder in eine Gefahrensituation gelangen kann und froh ist, wenn ihm schnelle Hilfe zukommt. Damit verbunden waren sein Appell und seine Hoffnung, dass jeder zur sofortigen Hilfe bereit ist und im Notfall die 110 wählt. Auch bei Unsicherheit gelte: „Jede Form von Hilfe ist besser als nicht zu helfen.“ (dz)

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